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Kommentar Kommentar zum Wechsel an der IHK-Spitze: Personalpolitik mit vielen Fragezeichen
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21:03 03.12.2019
Der Chef-Wechsel bei der Rostocker IHK wirkt wie eine Nacht- und Nebel-Aktion, meint OZ-Redakteur Gerald Kleine Wördemann. Quelle: dpa/Söllner/Montage: Arno Zill
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Rostock

Merkwürdige Personalpolitik in der Rostocker IHK. Spät abends nach einer Vollversammlung teilt die Kammer mit, dass der bisherige Hauptgeschäftsführer nach Stralsund wechselt, um dort künftig die kleine Geschäftsstelle zu leiten. Das sei sein eigener Wunsch, heißt es auf Nachfrage. Schriftlich war vorher von einer einvernehmlichen Entscheidung die Rede.

Das heizt natürlich Spekulationen an. Nicht zuletzt, weil schon länger Gerüchte über einen angeblich kritikwürdigen Führungsstil des Managers die Runde machten. Vor diesem Hintergrund schafft so eine Nacht- und Nebelaktion nicht unbedingt mehr Vertrauen.

Transparenz fehlt

Es macht nicht gerade den Eindruck, als sei die Versetzung des obersten Kammer-Managers gründlich geplant und abgesprochen gewesen. Dass der Betroffene, der in die zweite Reihe zurücktritt und bald 100 Kilometer täglich zur Arbeit pendeln muss, sich nicht äußert, passt da irgendwie ins Bild.

Kammer-Kritiker werden sich bestätigt fühlen. Statt in Transparenz fallen wichtige Entscheidungen im überschaubaren Kreis von 44 Vollversammlungsmitgliedern, nichts dringt nach außen. Für die Außenwirkung einer Institution, die sich selbst als demokratisch legitimierte Interessenvertretung der gesamten Wirtschaft sieht, ist das fatal.

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Von Gerald Kleine Wördemann

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