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11:39 30.03.2019
Kommentar von Frank Pubantz zum Thema Europa Quelle: Frank Söllner / Jens Kalaene (dpa)
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Rostock

Ich bin Europäer. Dieser Satz kann einem zum Verhängnis werden in einem identitätsklärenden Gespräch mit Familie oder Bekannten. Wie, kein Mecklenburger oder Vorpommer? Oder Deutscher? Dann wird es meist ein anstrengender Abend, je nachdem wer da so diskutiert. Viele (jüngere) Menschen, die durch Ausbildung, Beruf, Neugier oder Liebe in der Welt herumgekommen sind, stellen sich diese Frage gar nicht. Denn der Kontinent ist durch das Friedens- und Wirtschaftsbündnis EU zusammengewachsen. Grenzen verschwinden; ein Freund in Frankreich ist einem näher als ein nörgelnder Nachbar (Metapher!).

Lesen Sie hier: Geld für Bauern und Bildung: So viel Europa steckt in MV

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Frieden wäre schon das kräftigste Argument für einen Kontinent der Versöhnung, auf dem über Jahrhunderte Nationalismus Krieg und Leid über Menschen brachte. Wohlstand kommt danach. Deutschland profitiert von Europa durch Exportüberschüsse und Fördergeld. Mittendrin Mecklenburg-Vorpommern, ein kleines Bundesland, das aufgrund seiner Strukturschwäche Nutznießer eines Solidarprinzips aus noch 28 Staaten ist. Wer dies infrage stellt, könnte schnell ohne beides aufwachen: Frieden und Wohlstand. Nie zuvor waren Europawahlen daher so wegweisend wie jetzt. Für alle Küstenkinder und Europäer.

Frank Pubantz

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