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20:15 02.04.2019
Kommentar von Frank Pubantz zum Thema Bürgschaften für Werften. Quelle: Frank Söllner / Dietmar Lilienthal
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Schwerin

Sehr lange hat sich die Landespolitik Zeit gelassen, mehrere Gutachter bestellt, nun steht fest: Wenn der Finanzausschuss des Landtags am Donnerstag über die höchste Bürgschaftssumme entscheidet, die es jemals im Land gab, wird ein positives Signal für eine Schlüsselindustrie des Landes ausgehen. Mit 375 Millionen Euro will das Land für den Bau von Riesen-Kreuzlinern der MV Werften ins Risiko gehen. Der Bund soll die gleiche Summe übernehmen. Nach dem Verlust von 270 Millionen durch die Pleite der P+S-Werften 2012 ist das keine Selbstverständlichkeit.

Die Politik kann dieses Mal auf sehr positive Gutachter-Aussagen verweisen. „Keinerlei Risiken“ seien festgestellt worden, ist zu hören. Heißt: Der Konzern Genting habe Knowhow und ausreichend Geld, die Schiffe zu bauen. Dazu ließ man sogar in Asien umfassende Nachforschungen anstellen. Die Entscheidung ist nachvollziehbar, schließlich hat Genting schon lange geliefert. 1300 zusätzliche Jobs sind seit 2016 auf den Werften entstanden. Die MV Werften haben eine Erfolgsgeschichte geschrieben, die darüber hinaus erheblich auf die Zulieferer-Industrie ausstrahlt. Das hat nun auch die AfD erkannt – und will doch für die Bürgschaften stimmen.

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