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Kommentar Zukunft der Müllhalde Ihlenberg: Nichts Halbes und nichts Ganzes
Mehr Meinung Kommentar Zukunft der Müllhalde Ihlenberg: Nichts Halbes und nichts Ganzes
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06:30 28.08.2019
Kommentar von Frank Pubantz zur Deponie Ihlenberg Quelle: Montage: Cassandra Voigt/dpa
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Schwerin

Die Landesregierung in der Zwickmühle: Mängel im Risiko-Management und Defizite bei behördlichen Genehmigungen stellt ein Gutachter zur Giftmüll-Deponie Ihlenberg fest. Rechtsverstöße schließt aber auch er aus. Prompt kommt von der Politik die Ankündigung: fast alles prima, aber trotzdem Schluss im Jahre 2035. Nichts Halbes, nichts Ganzes, könnte man sagen. Ein Treueschwur zur Deponie sieht anders aus.

Vielleicht wird die Öffentlichkeit nie ganz erfahren, was wirklich los war und ist auf der Deponie, was dort seit Jahrzehnten lagert. Die Ängste von Anwohnern – bis hin zur Großstadt Lübeck – bleiben weiter als ungelöster Konflikt. Noch im September will die MV-Landesregierung die Weichen stellen. Weniger Müll, frühere Renaturierung. Auch wenn dies zusätzlich dreistellige Millionenkosten bringt, die dann die Bürger des Landes bezahlen. Das hat dann doch was von folgenschwerem Aktionismus und wirft die Frage nach dem Warum auf. Wo doch alles rechtlich sauber sein soll.

Sondermüll werden die Menschen in diesem Land auch weiterhin erzeugen. Folglich brauchen sie eine Deponie. Dass andere Bundesländer unseren Mist günstig abnehmen, glaubt doch wohl niemand ernsthaft. Das Thema kommt wieder.

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Von Frank Pubantz

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