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Lesermeinung „Als Atommüllendlager ist MV eher ungeeignet“
Mehr Meinung Lesermeinung „Als Atommüllendlager ist MV eher ungeeignet“
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13:59 08.07.2019
Die Suche nach einem deutschen Atommüllendlager läuft auf Hochtouren – auch in Mecklenburg-Vorpommern. Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Rostock

Dass auch in Mecklenburg-Vorpommern nach einem geeigneten Atommüllendlager gesucht wird, beunruhigt viele OZ-Leser. Mehr noch: Die deutschlandweite Standortsuche hat unter den Lesern eine Diskussion darüber ausgelöst, welche Faktoren für eben jene Wahl entscheidend sind.

Astrid Schultz etwa stellt in ihrem Statement ultimativ klar: „Es gibt keinen perfekten Ort auf dieser Erdenkugel.“ Renate Nehls prophezeit, dass „Ostdeutschland als Atomklo“ herhalten müsse. Sie fragt: „Wie wäre es damit, den Müll dort zu lagern, wo er produziert wurde?“ Ulrike Palm ergänzt die Frage, wieso Bundeskommission mit der Suche nach einem Standort beauftragt werde. „Die Atomkraftwerksbetreiber haben dafür zu sorgen“, so Palm. Thomas Baldur Schöneck reibt sich indes verwundert die Augen: „Stand im Einigungsvertrag nicht, dass ,in Ostdeutschland nur der Atommüll aus DDR-Produktion’ gelagert werden darf? Sind die Vereinbarungen darin nach 30 Jahren nichts mehr wert?“

Victoria Luisa Brinkert findet: „In einem Bundesland, das von Agrarwirtschaft und Tourismus lebt, ist das bestimmt superklug.“ Michael Friedrich meint: „Das einzige wirklich sichere Endlager ist die Sonne. Und die Kosten für den Transport dorthin hat der Verursacher zu tragen.“

Har Schwe erwidert: „Inzwischen habe ich mehr Angst vor den Experten als vor dem Atommüll. Wer, als wirklich genialen Vorschlag, die Sonne als Endlager vorschlägt, hat leider vergessen, dass die Raketentechnik nicht zu 100 Prozent sicher ist. Ein Fehlstart und wir brauchen uns keine Gedanken mehr zu machen. Im Moment existiert einfach kein Konzept für ein Endlager. Aber man kann dem Wahlvolk ja nicht sagen, dass wir das Zeug für einige tausend Jahre bewacht abstellen müssen.“

Ralf Wiepcke äußert die Befürchtung, dass „bevor es jemand überhaupt bemerkt, der Dreck schon in MV“ sei. „Und wen wird es stören, außer den Dorfköter in irgendeinen Dorf? Die Sache ist beschlossen, und zur Demonstration dagegen wird es nicht kommen, weil kaum noch jemand da ist.“

OZ-Leser Jojo Levin führt aus, dass seines Wissens nach MV eher ungeeignet sei aus geologischer Sicht, „denn wir haben Sand- und Kalkböden, zwar auch dicke Tonschichten, aber die sind zumeist wasserdurchlässig. Man muss ja bedenken, dass diese Behälter mindestens eine Million Jahre halten müssen. Und bisher gibt es nichts, das gebaut wurde und auch nur annähernd so lange gehalten hat“, betont Levin.

Juliane Lange

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