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Lesermeinung „Auch Raucher sollten ein Umweltbewusstsein haben“
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12:24 19.12.2018
Für die Reinigung von Zigarettenstummeln soll laut Umweltministerin Schulze künftig auch die Industrie aufkommen. Quelle: Ralf Hirschberger/dpa
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Berlin

An den Kosten für die Reinigung von Zigarettenstummeln sollen also künftig auch die Hersteller beteiligt werden, so forderte es jüngst Umweltministerin Svenja Schulze (SPD). OZ-Leser führen zum Thema eine kontroverse Debatte.

Ellen Krüger schreibt: „Das sehe ich ganz genauso. Es ist doch wie bei der Mülltrennung – reine Erziehungsfrage, Wer es macht, gut. Wer es nicht macht, schlecht. Meike Haase findet die Idee gut. „Vielleicht sollte man das auch von anderen Müllherstellern fordern, wie dem Bäcker, der keine wiederauffüllbaren Becher akzeptiert oder anbietet.“ Ronny Herbst schlägt vor, „das Rauchen unattraktiv zu machen. 100 Gramm Tabak = 100 Euro und: Die Verpackung sollte man komplett mit abschreckenden Fotos versehen und schon gehört das Thema für die meisten Raucher der Vergangenheit an.“ Michael Breede moniert: „Das ist nicht fair. Es werden wieder alle bestraft. Der Tabak ist schon teuer, es müssten die zahlen, die die Kippen in die Gegend schmeißen.“ Mark Kron fügt an: „Das ist Unsinn. In der Tabaksteuer ist Mehrwertsteuer enthalten und mit Steuern werden teilweise die Reinigungsfirmen bezahlt. Extragebühren würden nichts ändern, im Gegenteil.“ Er schiebt zudem die etwas seltsame Frage hinterher: „Wenn ich sowieso dafür bezahle, dass die jemand aufhebt, warum soll ich die dann selbst in einen der wenigen Mülleimer werfen?“

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Michael Stockhaus indes ist überzeugt: „Alles, was die Umwelt nachhaltig schützt, sollte zumindest einen Gedanken wert sein.“ Ingo Mueller setzt hinzu: „Ich sehe zuerst den Verursacher in der Schuld. Auch Raucher sollten ein Umweltbewusstsein haben und wenn es nicht funktioniert, helfen eben Bußgelder. Es müssen ja nicht gleich so drastische Strafen, wie in Singapur sein, aber ein Blick dorthin reicht, um festzustellen, da geht noch einiges.“

Peter Lorenz sagt: „Ja und dann bitte noch Pfand pro Kippe“, das motiviere die Leute fürs Sammeln und führe zur Verschönerung der Stadt, „da die Wege nicht mehr vollgekippt werden“. Manuel Gomez möchte als Nichtraucher die Sache sachlich betrachten, wie er vorausschickt. „Wohin man auch geht, sei es in der Stadt oder in der freien Natur, überall sind die weggeworfenen Kippen. Es ist mittlerweile zu einer Selbstverständlichkeit geworden, die Kippen einfach fallenzulassen. Es gibt Dinge, die kann man vermeiden. Nichts gegen Raucher, aber so mit seinen Mitmenschen und der Natur umzugehen, ist sehr fragwürdig.“

Juliane Lange

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