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Lesermeinung „Die Hemmschwelle sinkt bei allen Verkehrsteilnehmern“
Mehr Meinung Lesermeinung „Die Hemmschwelle sinkt bei allen Verkehrsteilnehmern“
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15:16 10.04.2019
Temposünder im Blick: Polizisten messen die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Verkehrsteilnehmer. Helfen höhere Bußgelder? Quelle: dpa
Rostock

Härtere Strafen für Verkehrssünder auf den Straßen des Landes. Mit dieser Forderung hat Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) eine Debatte unter OZ-Lesern angestoßen. Der Politiker sagt, dass 15-Euro-Bußgelder nichts bringen würden, um etwa notorische Raser zum Umdenken zu bewegen.

Wolfgang Seyer stellt fest: „Wenn man sich jeden Tag im Straßenverkehr bewegt und diesen beobachtet, dann wird deutlich, dass die Hemmschwelle zur Regelverletzung bei allen Teilnehmern immer weiter sinkt. Zum Beispiel bei der Geschwindigkeit, bei einer roten Ampel. Auch werden Sperr-Linien an unübersichtlichen Stellen missachtet, es wird nicht mehr geblinkt, Halte- und Parkverbot werden zudem missachtet. Außerdem drängeln viele oder fahren zu dicht auf.“ Das alles sei eine egoistische Fahrweise, moniert der Leser. „Um diesen Trend zu beenden oder gar umzukehren, ist viel mehr Überwachung und Kontrolle und dann auch Einschreiten der entsprechenden Behörden notwendig. Denn das Sinken der Hemmschwelle hat auch Einfluss auf viele andere Bereiche des Lebens.“

Ronny Prillwitz meint: „Wenn alle nach Vorschrift fahren würden, dann fehlt wieder Geld in den Kassen der Gemeinden. Diese Gelder werden im Haushalt schon mit eingerechnet. Vermutlich fahren zu viele jetzt eh schon den Vorschriften entsprechender, also nur noch zehn Kilometer pro Stunde (km/h) drüber und nicht mehr 15 km/h zu viel. Ich denke, mit Verkehrserziehung hat es nicht wirklich was zu tun, lässt sich so aber besser verkaufen und findet eher Zustimmung.“ Alexander Liebsch mahnt an, es sei Zeit für einen Basis-Betrag und Tagessätze. Er könne sich dabei eineine Ausrichtung am Einkommen vorstellen. Mathias Senft stellt die Frage nach dem Warum. „Weder die Verkehrstoten werden sinken, noch bringt es was, außer Geld in die Kasse. Die Gesellschaft wird älter, die Fahrzeuge sicherer.“ Auch Martin Seidler fragt: „Warum sollte der Staat etwas ändern? Damit wir uns an die Geschwindigkeit halten und somit die Gelder aus den Strafen wegfallen? Die sind jedes Jahr mit einberechnet im Haushalt. Getreu dem Motto: Strafen hoch, weniger Einnahmen. Ich befürworte auch höhere Strafen, diese sind aber nur ein Wunsch.“

Sven Garthoff schreibt: „Wenn ich unsere Bußgelder mit unseren Nachbarländern vergleiche (ausgenommen die Länder Polen und Tschechien), könnte man bei jedem Geschwindigkeitsvergehen ruhig eine Null vor dem Komma an die Zahl anhängen und wäre noch immer günstig.“

Juliane Lange

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