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Lesermeinung „Die Spaltung der Gesellschaft wird dadurch nicht geringer“
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12:12 27.02.2019
Flüchtlinge bei ihrer Ankunft in Deutschland: Laut aktueller Studie leben Ausländer im Osten zehnmal gefährlicher als im Westen Quelle: epd
Schwerin

Kaum Erfahrungen im Umgang mit Zuwanderern: Für die Autoren einer aktuellen Studie liegt hierin eine Ursache, warum in Ostdeutschland das Risiko, Opfer eines Hassverbrechens zu werden, für Asylsuchende zehnmal höher ist als in Westdeutschland. Das Studienergebnis hat unter OZ-Lesern eine hitzig geführte Debatte ausgelöst.

Ruth Böttcher moniert: „Immer wieder schön zu lesen, dass der Westen dem Osten erklärt, wie man sich im Osten zu verhalten, zu leben hat. Der Westen ist das Maß aller Dinge. Das sieht man auch im Verhalten anderer Staaten gegenüber, immer mit erhobenen Zeigefinger voran.“ Heike Otto schreibt, sie wohne im Osten und allein die Einstellung so mancher ehemaliger Freunde sei sehr bedenklich. „Und den Hass, den sie anderen Menschen entgegenbringen, sieht man im Alltag. Es fällt auf, weil wir so wenige Ausländer hier haben. Aber was ich bei diesen Menschen beobachte ist, dass viele Hasserfüllte sehr gerne verreisen, bei denen Urlaub machen, auf die sie hier schimpfen. Unter dem Motto: ,Dem weißen Mann gehört die Welt’.“ Jörg Schneider stört sich an den in den Kommentaren untergebrachten „lachenden Smileys, Daumen und Herzen“. Er fragt: „Was haben diese Symbole hier zu suchen? Trauer oder Wut wären passender. Zum Fürchten und hoffentlich nicht repräsentativ.“

Knut Danker meint: „Sozialisierung ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Wer ein Leben in einem autoritär geführten Staat geführt hat, wächst in einer geschlosseneren Gesellschaft auf. Das spiegelt sich in allen ehemaligen Ostblockstaaten wider, die eine abschottendere, ja feindseligere Haltung eingenommen haben“

Kurt Palme notiert: Diese Studie sei völlig ungeeignet, um die Sorgen und Lebensbedingungen der Bürger im Osten Deutschlands einzuschätzen. Und weiter: „Dieser Beitrag ist eine Diffamierung der Bürger und spaltet unsere Gesellschaft.“ Olaf Wilken merkt an: „Leider fehlt es vielen Ostdeutschen an Empathie.“ Michael Schaible zeigt sich nicht überrascht vom Studienergebnis. „Naja, nichts neues im Osten, leider. Natürlich sind nicht alle so, aber dieser kleine Haufen reicht aus, um solche Nachrichten zu verursachen. Die Nachricht und die Reaktionen hier überraschen doch keinen, oder?“ Günther Busch hinterlässt folgenden Gedanken: „Solche Studien tragen leider auch zu einer weiteren Polarisierung zwischen Ost und West bei. Die Spaltung der Gesellschaft wird dadurch nicht geringer.“

Juliane Lange

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