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Lesermeinung „Die Verbrennungsanlage ist eine Fehlentscheidung“
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15:07 25.03.2019
Spätestens 2023 soll in Rostock Klärschlamm verbrannt werden. (Symbolfoto) Quelle: Ulrich Perrey
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Rostock

Rostocker Bürgerschaft für Klärschlamm-Verbrennungsanlage: Die Entscheidung der Rostocker Bürgerschaft zur Annahme der Beschlussvorlage zur Klärschlamm-Verbrennung hat mich, gelinde gesagt, entsetzt. Meiner Meinung nach wurden alternative Verfahren, welche es gibt, unzureichend geprüft.

Noch mehr entsetzt hat mich die Zustimmung der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen, von den größeren Fraktionen haben lediglich die Linken und die CDU dagegen votiert. Eine Partei, deren Name Programm ist, darf, meiner Meinung nach, nicht für eine weitere und zusätzliche "zukünftige" Emmission von Kohlendioxyd in die Atmosphäre votieren. In einer Zeit, in der klar ist, dass wir das Klimagas Kohlendioxyd in Größenordnungen aus der Atmosphäre zurückholen müssen ist diese Entscheidung einfach mutlos und rückwärts gewandt.

In einer Zeit, in der die Schüler in Massen auf die Straße gehen und von Politik und ihren Eltern endlich ein ambitioniertes Vorgehen gegen die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen einfordern, ist die Entscheidung der Stadt Rostock zur Errichtung einer Klärschlamm-Verbrennungsanlage, noch dazu im Zentrum der Stadt, mit der einhergehenden Emmission von weiteren zusätzlichen Klimagasen, zur Akzeptanz der Feinstaub-und Mikrostaub-Belastung sowie dem resultierenden Klärschlamm-Tourismus hinein in die Stadt Rostock, meiner Meinung nach, eine entsetzliche Fehlentscheidung.

Alle mit der Beseitigung das Klärschlamms verbundenen Probleme lassen sich lösen, wenn man die alternativen Verfahren darauf ausrichtet. Primär und nicht verhandelbar ist der Klimaschutz - und wer weiß das heute nicht? Der Weltklima-Rat (IPCC) gibt in seinem letzten Sonderbericht im Dezember 2018 ziemlich klare Empfehlungen an die politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen - das sollte und darf nicht an uns vorbeilaufen.

Hans-Ulrich Kalweit

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