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Lesermeinung „Die Vermittlung humanistischer Werte passt nun mal nicht mit der AfD überein“
Mehr Meinung Lesermeinung „Die Vermittlung humanistischer Werte passt nun mal nicht mit der AfD überein“
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18:59 28.08.2019
Schüler einer siebenten Klasse: Lehrer, die gegen das Neutralitätsgebot verstoßen, sollen von Schülern gemeldet werden. Quelle: Felix Kästle/dpa
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Schwerin

Die Aufregung zum Register der AfD, auf dem Lehrer gemeldet werden können, die gegen das Neutralitätsgebot bei politischer Bildung verstoßen sollen, ließ nicht lange auf sich warten. Auf einer Internet-Unterseite der AfD Mecklenburg-Vorpommern können etwaige Verstöße per Kontaktformular angesprochen werden. Die OZ-Leser haben höchst unterschiedliche Ansichten zu dem ­Thema.

Mathias Schützschreibt: „Als Lehrer wäre ich stolz, da draufzustehen. Und als Elternteil wären die Lehrer da drauf echt die erste Wahl.“ Florian Weigand ergänzt: „Das ist quasi ein Gütesiegel.“ Didi Dietrich Busslermeint: „Kinder zu kleinen Anscheißern zu animieren, ist wirklich ekelig.“ Und weiter: „Die AfD will eine Gesellschaft von gegenseitigen Schnüfflern schaffen. Möglichst viel Misstrauen säen. Dazu bedurfte es nicht dieser Plattform. Das macht es nur deutlich klarer. Wer es jetzt nicht sieht, ist blind.“ Petra Gläserstellt hier die Frage: „Wer entscheidet eigentlich, was ‚blau-braunes‘ Gedankengut ist? Viele Einstellungen der AfD waren vor fünf Jahren noch konservativ.“ Antje Schuberterwidert: „Die AfD war einst eine eurokritische Partei, die sich schon damals nicht besonders intelligent über Migranten äußerte. Inzwischen ist sie komplett in den rechten Sumpf abgedriftet. Das bedeutet aber nicht, dass die heutige Hetze der AfD vor fünf Jahren noch salonfähig war. Sie bringen da einiges durcheinander.“ Michael Eckelmann mahnt: „Jegliche Art von Politik gehört aus den Schulen verbannt. Egal ob schwarz, grün, rot oder blau. Die Schüler sollten sich eine eigene und freie Meinung zur jeweiligen Politik machen, keine gelenkte.“ Maik Flemming erachtet ein solches Meldeportal als dringend notwendig. „Längst überfällig. Diese sogenannten Pädagogen, unvorstellbar, was in unseren Schulen abgeht. Wenn das stimmt, was mir so berichtet wurde.“ Und Christoph Juhnkenotiert: „Wenn doch alles so gut und unnötig ist, und alle so objektiv und tolerant sind wie sie behaupten, wird es schlicht keine Meldungen geben.“ Barbara Rieck schüttelt den Kopf: „Diffamierung, nichts anderes wäre es doch am Ende. Und das auch noch von Lehrern. Wo sind wir bloß gelandet?“ Marc Drozellafindet: „Viel Luft um nichts. In Hamburg ist das ja nun schon eine ganze Weile online.“ Ganze Kollegien hätten sich daraufhin komplett selbst „gemeldet“. „Eine Anfrage bei der AfD, wie viele Meldungen es denn schon gab, wurde beantwortet mit ,zu viele‘. Weiter wurde gefragt, wie damit denn nun weiter verfahren würde, was geschehe. Antwort: ,Wir werten das aus, und dann wird es an die entsprechenden Stellen weitergeleitet.‘ Darauf warten wir nun schon recht lange. Fazit: Letztendlich haben sie Angst, sich damit zum Gespött zu machen“, bilanziert Drozella. Auch Falk Meinhardtfindet: „Das ist die Aufregung wirklich nicht wert. Die Vermittlung humanistischer Werte passt nun mal nicht mit der AfD überein, kann man leider nichts dran ändern.“

Von Juliane Lange

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