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Lesermeinung Durch Internetauftritt der Händler nicht aufzuhalten
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17:03 23.03.2018
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Wismar

Wenn man die Städte der Vergangenheit betrachtet, haben in diesen die Menschen mit ihren vielfältigen Berufen voneinander gelebt und profitiert. Banker, Ärzte, Rechtsanwälte, Lehrer, Stadtangestelte etc. waren Kunden bei ortsansässigen Frimen und Einzelhändlern und diese wiederum Patienen, Bankkunden usw.

Ein Geben und Nehmen.

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Dieser Prozess wurde durch das Internet unterbrochen. Ein „imaginärer“ Handel, der wenig (Geschäfts-)Raum, wenig Mitarbeiter braucht und oftmals wenig (oder gar keine) Steuern zahlt. Dagegen kann der ansässige Einzelhandel mit Mieten, Gehältern und dieversen Steuern nicht mehr lange ankämpfen. Leicht hatte es da die erste Gruppe, die nicht sofort unmittelbar vom System „Internet“ betroffen war.

Mangels Zeit, die man zum herrkömmlichen Einkaufen in der eigenen Innenstadt braucht oder wegen den oft (aus besagten vorherigen Gründen) günstigeren Angeboten fielen den Händlern die Kunden weg. Das Internet und der digitale Fortschritt scheint aber auf die Dauer keine Berufsgruppe zu verschonen. Internetbanken werben mit kostenlosen Girokonten, man informiert sich im Internet über den Verlauf einer Krankheit, über Rechtsfälle, man bestellt bei online Apotheken und Supermärkten und, wer weiß, vielleicht gibt es auch bald für Kinder einen Chatroom als Klassenzimmer, der die meisten Lehrer einspart?

Kurz - wir leben heute zwar in einer Stadt aber nicht mehr grundsätzlich voneinander. Ohne das bewerten zu wollen.

Die Abwärtsspirale des Einzehandels in den Innenstädten hat zumindest schon lange eingesetzt und ist nicht mehr aufzuhalten.

In den Innenstädten der Zukunft kann man dann vielleicht nur noch all die Dinge machen, die wir tun, um uns die (Frei)Zeit zu vertreiben, Amüsiermeilen sozusagen...

Aber, dann ist das auch in Ordnung.

Die Zukunft kann eben keiner aufhalten.

Tina Helbig

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