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Lesermeinung „Eine neue Nationalhymne würde nicht akzeptiert werden“
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15:22 09.05.2019
Das Reichstagsgebäude und die Kuppel in Berlin: Eine neue Nationalhymne für Deutschland? OZ-Leser diskutieren. Quelle: Florian Schuh/dpa
Berlin/Erfurt

Der Wunsch von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) nach einer „wirklich gemeinsamen Nationalhymne“ hat unter OZ-Lesern eine breite Diskussion ausgelöst. Ramelow plädiert für einen neuen Text, „der so eingängig ist, dass sich alle damit identifizieren können und sagen: Das ist meins“.

Dieter Manthey meint: „Es gibt Dinge, die man nicht ändern kann. Eine neue Nationalhymne würde von niemandem akzeptiert werden.“ Auch solle es bitte keine andere Fahne geben, so der Leser. Matthias Stoll merkt an: „Das Sommerloch lässt grüßen.“ Jana Fritsch kommentiert: „Andere Sorgen hat der wohl nicht.“ Und Torsten Bartelt schlägt vor: „Vielleicht sollte der Ministerpräsident zum Psychologen gehen.“

Holger Suhrbier kennt „sehr viele“, wie er schreibt, „die noch ,Auferstanden aus Ruinen singen’ – und das mit Stolz und wie ich finde, nicht zu Unrecht, denn diese Hymne wurde den Ostdeutschen damals weggenommen und durch die der BRD ersetzt. Vor diesem Hintergrund ist der Gedanke durchaus sinnvoll, eine gemeinsame Hymne für alle zu erschaffen beziehungsweise zu finden.“

Max Ragwitz hält fest: „Grundsätzlich hat Bodo Ramelow recht, aber die Umsetzung wird auf sehr lange zeit Utopie bleiben. Ich werde das nicht mehr erleben.“ Frank Damköhler hinterlässt folgenden Kommentar: „Der Ministerpräsident hat bestimmt auch schon einen schönen Ersatzvorschlag – was passendes wird sich doch im Liederbuch der SED bestimmt finden lassen. Zum Beispiel: ,Die Partei, die Partei, hat immer recht’ wäre doch eine schöne Alternative, für die er sich bestimmt erwärmen könnte, oder?“

Und Martin Baltrusch setzt hinzu: „Au ja, eine neue Nationalhymne. Wie wäre es mit ,Immer lebe die Sonne’ oder noch besser: ,Doop, Doop’? Ist wahrscheinlich der einzige Text, den viele Politiker verstehen.“ Holger Oppers findet den Vorstoß Ramelows „zu lustig. Erst will ein Vertreter der einen Partei die ach so erfolgreiche DDR-Wirtschaftspolitik einführen und jetzt haben wir den nächsten Vertreter einer roten Partei, der wohl ,Auferstanden aus Ruinen’ wiederhaben will. Ich finde gut, dass die Politiker ihr wahres Gesicht zeigen, so kurz vor einer Wahl.“ Da kann der Wähler dann gleich viel besser entscheiden, ob er eine DDR (selbstverständlich mit Stasi) wiederhaben will oder doch lieber anderen Parteien seine Stimme gibt.“

Juliane Lange

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