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Lesermeinung „Es geht nicht um Ausrotten, sondern um eine Bestandsregulation“
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13:06 16.04.2019
Freilebende Nandus zwischen Utecht und Schlagsdorf sind Landwirten ein Dorn im Auge. Quelle: Christian Charisius/dpa
Schlagsdorf

Der Abschuss von Nandus im Grenzgebiet zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein erregt die Gemüter vieler OZ-Leser. Von Januar bis März sind 17 Tiere von Bauern mit Jagdschein getötet worden, weitere 40 bis 50 Tiere sollen bis zum Jahresende folgen. Die Landwirte beklagen Ernteeinbußen. Ob des Fehlens natürlicher Feinde vermehren sich die Nandus rasant. Versuche, das Wachstum der Population zu begrenzen, waren weitgehend erfolglos geblieben. Von Frühjahr 2018 bis Herbst 2018 wuchs die Zahl der Nandus von 205 auf 566.

Dieter Müller meint: „Nun sind Spatzen kleiner als Nandus und Jagdgewehre keine Kanonen, aber es fühlt sich an, als würde tatsächlich ,mit Kanonen auf Spatzen geschossen’. Irgendwie krank.“ Angie Weigt schreibt: „Wo Ackerbau und Viehhaltung betrieben werden, ist kein Platz für Mutter Natur.“

Martin Müller ergänzt: „Wenn der Mensch nicht weiter weiß, wird geschossen. Ist am einfachsten. Dabei ist der Mensch das schlimmste Lebewesen auf unserem Planeten.“ Mike Ikal stört nicht, wie er betont, dass „eine Art begrenzt wird, die keine Feinde hat. Mich stört nur der Grund. Des Bauern Profit. Würde der Natur noch Raum gelassen werden: okay. Aber es gibt genug Bauern, die das nicht interessiert.“ Gerd Kaiser notiert erbost: „Alles abschießen und dann noch Entschädigung bekommen. Armes Deutschland. Man kann sich nur noch schämen.“ Anne-Katrin Hansen glaubt nicht, „dass hier die Landwirte schießen, sondern die Jäger. Der Nandu ist eine hier nicht beheimatete Tierart und verdrängt die heimischen Tiere. Das kann nicht Sinn des Naturschutzes sein.“

Und Gaby Streckert hat die Erfahrung gemacht, dass die Nandus nicht selten auf der Straße umherlaufen. „Wenn man ein Unfall mit diesen Vögeln hat, wird dieser nicht entschädigt. Bei so einem großen Vogel kann das schon ganz schön teuer werden, und ungefährlich ist das auch nicht. Und bisher werden die Landwirte für diese Schäden nicht entschädigt. Jeder, der hier schreibt, sie sollen bleiben und sich reichlich vermehren, kann dann ja seinen finanziellen Anteil zum Erhalt beitragen und denen das Geld geben, die das bisher finanzieren.“

In gleicher Weise argumentiert OZ-Leser Mathias Hustedt: „Wer hier meckert oder traurig ist, kann den Landwirten den entstanden Schaden jedes Jahr aufs neue bezahlen.“ Thomas Till wirft ein: Es gehe nicht um „Ausrotten, sondern um Bestandsregulation.“

Juliane Lange

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