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Lesermeinung „Es liegt nicht immer an Faulheit und ungenauem Lesen“
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12:37 26.02.2019
Ein Fahrlehrer erklärt Schülern die Funktionen einer Notrufsäule. Seit Jahren steigt die Durchfallerquote bei der Führerscheinprüfung. Quelle: Patrick Seeger/dpa
Rostock

Fahrschüler fallen immer öfter durch die Führerscheinprüfung: 44,3 Prozent der theoretischen Führerscheinprüfungen im Land enden mit „nicht bestanden“. Im bundesweiten Vergleich ist nur Sachsen-Anhalt noch schlechter. OZ-Leser führen eine angeregte darüber, welche Ursachen diese miserable Bilanz haben könnte.

Michael Wittke wettert: Es sei keine Geldfrage und schwieriger sei es auch nicht geworden. „Alles Blödsinn. Lernt! Dann klappt es auch. Und nicht immer anderen die Schuld geben.“ Nadine Segebrecht schreibt daraufhin: „Dann sollen sie es machen wie vor ein paar Jahren. Rein in den Unterricht und nicht online. Auch wenn die digitale Welt so toll und fortschrittlich ist. Ich möchte jetzt nicht behaupten, dass die Fahrschüler alle faul geworden sind. Das denke ich mal nicht.“ Tom Petry notiert: „Das Problem ist, dass gedacht wird, die theoretische Prüfung wäre mit einer logischen Herangehensweise machbar, das ist aber nicht der Fall. Eigentlich kommt man nur mit stupidem Auswendiglernen durch, so war es zumindest bei mir.“ Dass es früher leichter war zu bestehen, könne er sich zudem vorstellen, so der Leser. „Man hat da ja einiges gehört, Stichwort Lernschablone oder Prüfung in der Fahrschule. Das ist heute mit den vielen Online-Fragen und Videos komplexer geworden, weil einfach ein größeres Spektrum angeboten werden kann, als es früher in den Lernbüchern vorgesehen war.“ Michele Preissler meint: „Manchmal liegt es nicht an Faulheit oder ungenauem Lesen. Manchmal ist der Fahrlehrer schuld. Wenn man bei der Praxis zum Beispiel einen Lehrer hat, der nur gebrochen Deutsch spricht und man x-mal nachfragen muss, was er meint, dann wird das nichts.“ Nach einem eben solchen Erlebnis habe sie die Fahrschule gewechselt, schreibt die Leserin. Mit der 2. Fahrschule dann habe sie die Theorie mit Null Fehlerpunkten und die Praxis beim ersten Mal bestanden. Der Druck war groß, wie Preissler weiter schreibt: „Ich wusste genau, dass ich den Führerschein für meine Selbstständigkeit brauche. Ohne ihn wäre es bei mir beruflich schwer geworden. Allerdings sind tatsächlich einige zu faul und lernen nur sporadisch“, glaubt sie.

Mirko Kreuter rät den „Prüflingen, mal etwas besser aufzupassen und auch nebenbei zu lernen. Ich finde die Prüfungsfragen leicht. Das einzig Irritierende ist, dass heute auch drei Antworten richtig sein können.“

Juliane Lange

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