Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Lesermeinung „Es sollte eine generelle Höchstmiete geben“
Mehr Meinung Lesermeinung „Es sollte eine generelle Höchstmiete geben“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:40 09.04.2019
Blick auf einen Plattenbau in Rostock-Evershagen. In Rostock, Greifswald und Waren sind kaum günstige Mietwohnungen zu bekommen. Quelle: Bernd Wüstneck
Rostock

Die Debatte zur Wohnungsnot in Mecklenburg-Vorpommern hat zahlreiche OZ-Leser erfasst. Vor allem in Unistädten und den Badeorten des Landes sind bezahlbare Wohnungen rar. Der Wohnungsmangel herrscht insbesondere in Rostock und Greifswald, außerdem in Wismar, Neubrandenburg, Bad Doberan und Waren sowie in Seebädern wie Warnemünde. In Rostock etwa zogen die Wohnungskosten von 2014 bis 2018 um sieben Prozent an. Im Rostocker Stadtteil Dierkow beispielsweise ist eine möblierte Dreizimmer-Wohnung für 1500 Euro auf dem Markt. Die Kaltmiete ist mit knapp 20 Euro je Quadratmeter mehr als dreimal so hoch wie der Rostocker Durchschnittswert von 6,13 Euro.

Christel Voigt kann angesichts dieser Preise nur mit dem Kopf schütteln. Sie fordert „eine generelle Höchstmiete pro Quadratmeter von fünf bis sechs Euro. Darüber dürfte kein Vermieter gehen, dann gebe es endlich für alle bezahlbaren Wohnraum“, so die Leserin. Von einer Mietpreisbremse indessen hält Voigt nichts. Ralf Debatin hinterlässt folgenden Kommentar: „Die sogenannte Mietpreisbremse fordert doch Vermieter geradezu heraus, etwas in ihrem Sinne zu ändern, das heißt den bestehenden Mietpreis anzuheben.“ Jürgen Wachtel notiert: „Willkommen in der bundesdeutschen Realität.“ Günter Sickmann meint: „Wer zahlt, hat selbst Schuld. Das Problem löst sich, wenn keiner einzieht“, ist der Leser überzeugt. Henrike Pfeil schreibt, das sei Angebot und Nachfrage, Marktwirtschaft eben. „Soll er doch diesen Preis aufrufen und gegebenenfalls die Wohnung nicht vermietet bekommen. Rolf Ho könnte sich vorstellen, dass das bald auch in Grömitz Realität wird. „Dann, wenn die Gemeinde tatsächlich die gemeindeeigenen Wohnungen an einen Investor verkauft.“

Thore Stein erzählt, er zahle acht Euro kalt und findet dies akzeptabel. Er stellt sich die Frage: „Wie sollen bei fünf bis sechs Euro denn überhaupt noch Reparaturen möglich werden? Oder zahlt die dann der Mieter selbst?“ Zu DDR-Zeiten jedenfalls seien auch die Häuser verfallen, weil für Sanierungen kein Geld da war, so Stein. „Von den fünf Euro lassen sich vermutlich nicht mal die nötigsten Reparaturen bezahlen.“ Nico Seyfarth hält schließlich fest: „Alle Kosten steigen. Egal, ob Versicherungen, Strompreise, Wasser, der Handwerker oder das Personal. Und dann wundern sich alle, dass Mietpreise steigen? Das ist ja nur die Konsequenz daraus.“

Juliane Lange

Nachdem André Liesigk einen diabetischen Schock erlitt und ins Koma gefallen war, verlor er die Vormundschaft für seinen Stiefsohn. OZ-Leser zeigen sich vielfach bestürzt von der Familiengeschichte.

08.04.2019

Als Reaktion auf den Vorstoß des Berliner SPD-Landesverbandes für ein Werbeverbot der Bundeswehr an Schulen plädiert die Fraktion Freie Wähler/BMV im Schweriner Landtag für ein klares Bekenntnis zur Armee. OZ-Leser vertreten verschiedene Meinungen zum Thema.

04.04.2019

Milliarden Euro lenkt Brüssel pro Förderperiode in den Nordosten. OZ-Leser diskutieren über Vor- und Nachteile für Mecklenburg-Vorpommern.

01.04.2019