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Lesermeinung „Europa muss dringend eine Lösung finden“
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17:57 10.07.2019
Gerettete Migranten an Deck eines Rettungsschiffs, das sie auf dem Mittelmeer nach Italien bringt. „Wo bleibt die EU-weite Lösung?“ Quelle: Lena Klimkeit/dpa
Rostock/Berlin

Nicht nur in der deutschen Politik wird aufgeregt über die Seenotrettung im Mittelmeer gestritten. Auch zahlreiche OZ-Leser führen eine kontroverse Debatte zu dem Thema. Im Kern geht es in den zahlreichen Leserkommentaren um die Frage nach Sinn und Unsinn staatlicher sowie privater Rettungsmissionen.

Moritz Winter mahnt an: „Manche Menschen schaffen es bei dem Thema Seenotrettung anscheinend nicht, über den Tellerrand hinaus zu blicken. Menschen aus wahrer Seenot zu retten und Beihilfe zu illegaler Schlepperei sind immer noch zwei verschiedene Paar Schuhe, verschmelzen aber gerade vor der libyschen Küste ganz stark miteinander. Menschen aus wahrer Seenot zu retten, kann man zur Staatsangelegenheit und Staatsaufgabe machen, aber Beihilfe zur illegalen Schlepperei definitiv nicht.“ Sanne Schacht fragt, ob „eigentlich noch jemand an die Menschen denkt, die wirklich Not und Hunger leiden und sich nie eine Reise übers Meer leisten können.“ Genau dort sei dringend Hilfe nötig, betont die Leserin, „und nicht die weiter ,retten’, die hier auf ein Leben ohne Arbeit hoffen. Sie fliehen nicht vor Krieg, sondern wollen ein besseres Leben. Ja, ich bin für Rettung, aber für die vielen tausend hungernden Kinder weiter unten in Afrika. Das wäre ein Akt der Menschlichkeit.“

Sunny Fisch geht es „aber auch um Recht und Gesetz“, wie sie schreibt. „Demnach ist die Seenotrettung, sofern es eine echte Seenot ist, natürlich verpflichtend. Zwiespältig finde ich die herbeigeführte Seenot. Nichts desto trotz kann man ertrinkende Menschen nicht einfach so hängen lassen.“ Weiter notiert sie: Doch nicht verpflichtend sei es, die Leute dahin bringen zu müssen, wohin sie gerne möchten.

Andreas Born befürchtet: „Es werden viele andere animiert, die sich dann auch in diese Gefahr begeben.“ Peter Schubert sieht die Rettung „nicht als staatliche Aufgabe an. Warum auch? Keiner in der EU könne Deutschland noch verstehen, dass hier die NGOs die Politik in der Migrantenaufnahme bestimmen.“ Simone Blume empört sich und hinterlässt folgenden Kommentar: „Europa hat an der Stelle kläglich versagt. Es ist gut, dass das Thema jetzt wieder in den Blickpunkt geraten ist. Es müssen Lösungen her. Es kann nicht sein, dass Menschen ersaufen und alle schauen weg.“ Und Jan Kellermann ergänzt: „Vollkommen richtig. Europa muss dringend eine Lösung finden, statt die privaten Retter zu kriminalisieren.“

Juliane Lange

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