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Lesermeinung „Fahrradfahrer sollten nicht immer auf ihr Recht pochen“
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13:06 13.03.2019
An einer Düsseldorfer Ampel hängt ein grüner Pfeil, der es Fahrradfahrern erlaubt rechts abzubiegen, wenn die Ampel rot ist. Quelle: Christophe Gateau/dpa
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Rostock

Der tödliche Unfall eines 86 Jahre alten Radfahrers im Rostocker Stadtteil Lütten Klein in der vergangenen Woche hat unter OZ-Lesern eine Debatte ausgelöst. Es geht um das „korrekte“ Verhalten im Straßenverkehr und vor allem: um gegenseitige Rücksichtnahme von Auto- und Radfahrern zur Unfallverhütung.

Antje Burmeister schreibt: „Das ist wirklich ein tragischer Fall.“ Aber dass es ausgerechnet an einer Stelle passiere, wo ausreichend breite und extra markierte Radwege existierten, sei für sie nicht auf Anhieb erklärlich. Weiter notiert sie: „Wirklich unübersichtlich kann man die Kreuzung dort auch nicht nennen. Für mich sieht das eher nach Unaufmerksamkeit des Fahrers aus. Und was will man dagegen tun?!“ Jens Rüssel meint: „Es ist, wenn es dunkel ist, eine Herausforderung durch Rostock zu fahren. Es ist Wahnsinn wie viel Fahrräder ohne Licht unterwegs sind. Dabei gibt es schon Beleuchtung für wenig Geld.“ Paolo Linnarz stellt fest, dass immer die Frage gestellt werden müsse, welche Maßstäbe angesetzt werden. Radwege? Gibt es schon hier und da. Aber mehr bietet Rostock eben nicht. Weder ein durchdachtes System für eine gute Verkehrsführung, noch für mehr Sicherheit, noch guten Belag. Unter den Ampelschaltungen haben eigentlich alle Verkehrsteilnehmer zu leiden. Wie Rostock da beim ADFC-Ranking auf Platz 8 kommen konnte, ist mir schleierhaft.“

Jessie Winter plädiert indes generell dafür, dass „Fahrradfahrer nicht immer auf ihr Recht pochen sollten. Wenn man sieht, dass ein LKW abbiegt, dann weiß man, dass er einen toten Winkel hat. Dann hält man an und wartet und denkt nicht, man sei unsterblich. Normaler Menschenverstand.“

Made Leine sagt, „Fahrradwege gehören auf den Fußweg. Doch was kann man bei Kreuzungen machen? Ampeln bieten auch nicht wirklich Schutz.“ Passi Grüne ärgere sich häufig über den Fahrstil von Autofahrern. „Sie überholen mich als Radfahrer, um mich danach zu schneiden und mir die Vorfahrt zu klauen beim Rechtsabbiegen. Da habe ich kein Verständnis für.“ Katrin Jordan fährt „sehr viel Rad“, wie sie schreibt. „Und ich muss oft mit dem Kopf schütteln, wenn ich andere Radfahrer beobachte. Dann, wenn sie zum Beispiel an eine Kreuzung fahren. Auch wenn ich auf dem Radweg fahre, und Grün habe, schaue ich nach hinten, ob ein Auto abbiegen will, drossel meine Geschwindigkeit. Ich poche nicht auf mein Recht, dass ich freie Fahrt habe.“ Abbremsen würden die wenigsten Radler „und nach hinten schaut fast keiner. Auch wir Radfahrer sollten umsichtiger fahren! Dadurch würden einige Unfälle vermieden werden“, ist die Leserin überzeugt.

Juliane Lange

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