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Lesermeinung „Ich möchte eine offene und herzliche Hansestadt für alle“
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12:16 29.01.2019
Anstoß der Debatte: Die Fläche zwischen Holbeinplatz, Hans-Sachs-Allee und Botanischem Garten könnte künftig Moschee-Standort sein. Quelle: Ove Arscholl
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Lübtheen

Ihr Ziel sind 20 Prozent der Stimmen. So viel will die AfD bei der Kommunalwahl am 26. Mai in den Kreistagen und großen Städten des Landes holen. Mit einem Programm, das unter anderem eine bessere Finanzausstattung der Kommunen, mehr Ärzte für das Land, mehr Investitionen in Schulen vorsieht. Außerdem spricht sich die Partei gegen die Errichtung von Moscheen im Land aus. Leser diskutieren über die Inhalte.

Fan Nelle fragt: „Die Partei, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird, will in Bildung investieren? Ein Schelm, wer böses dabei denkt. Ich hoffe sehr, dass die Menschen in der Region genau hinsehen, für wen sie ihr Kreuz machen.“ Diemut Schmidt meint: „Angesichts der stetig steigenden Zahl von Skandalen, ob nun krimineller Kandidaten, rechtsradikaler Äußerungen führender Mitglieder oder Spendenaffären, halte ich 20 Prozent für reichlich optimistisch.“ Daniel Goldau gibt zu bedenken: „Sie dürfen Obst verkaufen, morgens nach dem Feiern Döner machen, aber kein Haus für ihre Andacht haben?“ So lange es aus eigenen Mitteln finanziert werde, sei es völlig in Ordnung, so der Leser. „Das Grundgesetz gilt nun mal für alle Hierlebenden und nicht, wie man es gerade braucht.“ Dennis Kranz ergänzt: „Außerdem ist die geplante Moschee in Rostock ein Zweckbau ohne Minarette und so weiter. Niemand wird das von außen sehen. Es soll ja auch ein Begegnungszentrum für alle werden. Der interkulturelle Austausch ist eine gute Sache. Diese Ablehnung ist deshalb völlig absurd. Es wird doch niemandem etwas weggenommen.“ Martin Brandt sagt, er könne sich mit Parteiprogramm identifizieren. „Vom Bau einer Moschee in Rostock halte ich auch nicht viel.“ Sebastian MV findet, dass es wesentlich wichtigere Dinge gibt als die Diskussion um ein religiöses Gebäude. „Es müsste eher dringend im Schul-, Gesundheits- und Rentensystem investiert werden.“ Sandra Gerdts notiert: „Die AfD mahnt, sich künftig differenzierter zu äußern, um Gemäßigte und Interessierte nicht zu verschrecken. Sie mahnt nicht, gemäßigt zu sein – ein gravierender Unterschied, wie ich meine.“

Enibas Zia schaut gen Zukunft und möglicher Koalitionen. „Selbst wenn sie 20 Prozent erreichen, was ich nicht erwarte, wer möchte mit dieser Partei schon regieren? Die stehen ja kurz vor der Beobachtung durch den Verfassungsschutz.“ OZ-Leserin Margret Raphael hinterlässt folgende Gedanken: „Ich möchte ein offenes und herzliches Rostock für alle. Und eine Moschee hat noch niemandem geschadet.“

Juliane Lange

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