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Lesermeinung Kohleausstieg: „Ja, wir haben nur diese eine Welt“
Mehr Meinung Lesermeinung Kohleausstieg: „Ja, wir haben nur diese eine Welt“
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14:38 31.01.2019
Blick auf das im September 1994 in Betrieb genommene Steinkohlekraftwerk Rostock. Es soll als eines der letzten vom Netz gehen. Quelle: Bernd Wüstneck
Rostock

Deutschland soll nach dem Willen der von der Regierung eingesetzten Kohlekommission bis spätestens Ende 2038 die Stromgewinnung aus Kohle beenden. Das Rostocker Steinkohle-Kraftwerk im Seehafen soll als eines der letzten geschlossen werden. Ausstieg aus der Kohle: Ja oder nein? OZ-Leser diskutieren kontrovers.

René Krefta spricht sich gegen die Abschaltung aus. Und zwar „solange nicht geklärt ist, wie die Kohlekraftwerke ersetzt werden sollen. Es kann nicht sein, dass wir dann Kernenergie oder Kohlestrom aus dem Ausland importieren. Es darf auch nicht zu einer weiteren Belastung für die normalen Verbraucher führen, wenn auf der anderen Seite die Energieunternehmen satte Gewinne einfahren.“ Marco Wojewoda hofft, wie er notiert, „dass denjenigen, die strikt dafür sind, bewusst ist, dass damit der Strompreis stark steigen wird. Aber das sind dann wieder die Ersten, die schreien, dass der Strom so teuer ist.“

Torsten Bartelt schreibt: „Wir werden aussteigen.“ Doch das funktioniere nicht, vermutet der Leser. Denn: „Wir sind auf die Kohlekraftwerke angewiesen. Und dann kaufen wir Atomstrom von unseren Nachbarn. Das widerspricht sich doch.“ Claus Morgenstern hinterlässt zur Stilllegung der Kohlekraftwerke folgenden Gedanken. „Es ist schon richtig, aber denkt immer dran, dass der Rest der Welt sich auch daran halten muss. Es bringt alles nichts, wenn andere Länder mit Kohle weitermachen.“ Frank Damköhler ist überzeugt: „Wenn man die 250 Milliarden Kilowattstunden, die man momentan aus Braun- und Steinkohle rausholt, durch was anderes Sicheres ersetzen kann, ist dagegen eigentlich nichts einzuwenden. Strom aus Gas ist nicht wesentlich teurer, und erzeugt nur etwa die Hälfte an Kohlendioxid.“ Es sei allerdings ein Trugschluss, zu glauben, dass man Kohle durch Wind oder Sonne ersetzen könne. „Theoretisch geht es zwar – dann kann das aber, Stichwort Speicherkosten, keiner mehr bezahlen.“ Lars Engelbrecht meint: „Wenn bessere Alternativen da sind, stellt sich diese Frage nur für diejenigen, die mit Kohlekraftwerken Profite machen.“ Stefan Meye zeigt Unverständnis. „Wir steigen aus der Braunkohle aus und zerstören gleichzeitig großflächig die Natur, um Stromtrassen von Norden nach Süd zu bauen.“ Und Monika Schumacher betont: „Ja, es ist richtig auszusteigen, denn wir haben diese Welt nur von unseren Kindern und Kindeskindern geliehen. Dabei tun wir so, als wenn uns die Zukunft nichts anginge.“

Juliane Lange

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