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Lesermeinung „MV braucht die Ansiedlung großer Firmen“
Mehr Meinung Lesermeinung „MV braucht die Ansiedlung großer Firmen“
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13:51 01.04.2019
Der Neubau für die Grundschule in Greifswald soll zum Schuljahresbeginn 2019/20 fertig sein. Es fließen 10,25 Millionen Euro EU-Mittel in das Projekt. Quelle: Anne Ziebarth
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Rostock

Wie viel Europa steckt in MV? Eine Frage, mit der sich viele OZ-Leser kritisch auseinandersetzen – zuvörderst mit Blick auf die Fiskalpolitik. Fest steht: Das Land ist aufgrund seiner Strukturschwäche ein Hauptprofiteur der Fördermittel-Zahlungen aus Brüssel. Mit bis zu 4,5 Milliarden Euro unterstützt Brüssel von 2014 bis 2020 Projekte im Nordosten. Zahlen, die als Diskussionsgrundlage für viele Wortbeiträge der Leser fungieren.

Frank Rehnig ist der Überzeugung, „dass ein Teil des nach Brüssel transferierten Geldes hier wieder ankommt.“ Das stelle niemand infrage. Vielmehr sei doch die Frage, wieso dieses Geld erst an eine vom deutschen Wahlvolk nicht legitimierte ausländische Behörde verbracht werde. „In anderen europäischen Staaten durfte deren Bevölkerung darüber demokratisch abstimmen, in Deutschland nicht.“ Rolf Rolfsen setzt hinzu: „Die Milliarden hat der deutsche Steuerzahler vorher nach Brüssel transferiert. Jetzt wird einfach zurücküberwiesen, könnte auch einfacher gehen: Wir behalten es gleich selbst.“ Was Deutschland brauche, sei „eine vernünftige und rationale Finanzpolitik“. Dann könne auch der Soli wegfallen.

Kai Schlüter hält fest: „In MV leben verhältnismäßig wenige Menschen, und das wird nun rechnerisch als EU-Vorteil deklariert? Deutschland ist größter EU-Nettozahler und nach dem Brexit freut sich die Regierung schon, noch mehr zu zahlen. Ist ja auch logisch: Die EU verkleinert sich, aber man braucht mehr Geld, um andere Mitgliedschaften weiterhin durch Förderungen aufrechtzuerhalten.“

Michael Hanke unterbreitet den Vorschlag, Schwerin solle das Geld, wenn möglich, in die Schaffung der verarbeitenden Industrie stecken sowie in die Ansiedlung von produzierendem Gewerbe. Tourismus sei genug vorhanden, der brauche null Fördergelder, so der Leser. „Wo aber sind die großen Firmen von VW bis Porsche? Schaut man nach Sachsen, findet man sie alle. In MV gibt es unter anderem Unternehmen wie Hansano und Dr. Oetcker oder aber Brauereien und jetzt die MV-Werften. Es muss doch möglich sein, Arbeitsplätze von Dauer zu schaffen und das Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Stattdessen beschäftigen sich die Schwerin Schlossherren mit der Renaturierung des Flugplatzes in Lübtheen. Grandios!“ OZ-Leser Kay-Uwe Schilling meint: „Für Deutschland ist und bleibt die EU ein Verlustprojekt.“

Juliane Lange

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