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Lesermeinung Meinungen zu Nord Stream 2: „Manfred Weber als Gehilfe der USA“
Mehr Meinung Lesermeinung Meinungen zu Nord Stream 2: „Manfred Weber als Gehilfe der USA“
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15:17 26.04.2019
Das Verlegeschiff „Audacia“ des Offshore-Dienstleisters Allseas verlegt in der Ostsee vor der Insel Rügen Rohre für die Gaspipeline Nord Stream 2. (Archivfoto) Quelle: Bernd Wüstneck / dpa
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Rostock

Die Aussage von Manfred Weber (CSU), Spitzenkandidat für die Europawahl, gegen den Bau der Ostseepipeline Nord Stream 2 sorgt weiterhin für Diskussionen. Zustimmung erhält Weber von Claudia Kemfert, Professorin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Sie hält den Bau von Gaspipelines grundsätzlich als überflüssig. Europa habe sich verpflichtet, die Pariser Klimaziele zu erfüllen und das bedeute, dass der Gasverbrauch in Zukunft zurückgehen wird

Weber hat sich gegenüber der polnischen Zeitung „Polska Times“ gegen Nord Stream 2 ausgesprochen. „Als EU-Kommissionschef werde ich alle Vorschriften anwenden, um Nord Stream 2 zu blockieren.“ Er argumentiert, die Pipeline sei nicht im Interesse der EU. Damit stellt sich der CSU-Politiker gegen die Position der eigenen Partei.

Von Politikern hagelt es Kritik: Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) sieht die Interessen von MV in Gefahr. Als „puren Populismus“ bezeichnet Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch Webers Aussage. Derartige Projekte dürfe man nicht für den Wahlkampf nutzen. „Das Ding wird gebaut“, da ist sich der Linken-Politiker sicher.

Bereits 2018 wurde mit de Bauarbeiten der Pipeline begonnen. Bisher wurden über 1000 von 2420 Kilometern verlegt. Knapp zehn Millionen Euro soll das Projekt kosten, das künftig im Jahr bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus dem russischen Wyborg nach Lubmin bei Greifswald transportieren soll.

EU-Länder und die USA befürchten eine Abhängigkeit von Russland. Polen und die Ukraine sehen Nord Stream 2 nicht im gesamteuropäischen Interesse. Beide Länder verlieren durch den Bau durch die Ostsee, anstatt übers Land, Transitzahlungen für russisches Gas.

Auf unserer Facebookseite diskutierne OZ-Leser den umstrittenen Bau von Nord Stream 2. Hans-Jürgen Strendel bezeichnet Weber als Gehilfen der USA. „Mit dieser Einstellung wird Europa sicher nicht unabhängiger sondern abhängiger, in diesem Fall von den USA.“

Hinzu fügtWolfgang Ende : „Das Projekt zu stoppen wäre blanker Unsinn. Da steckt eine Menge an Kapital drin und Deutschland ist darauf angewiesen.“

Alexander Mik fragt: „Wo waren die Gegenstimmen vor Beginn der Arbeiten?“ Ein so weit voran geschrittenes Projekt jetzt zu verhindern macht für ihn keinen Sinn.

Als Umweltschützerin kritisiert Franziska Krempin die Pipeline: „Der Bau ist eine Gefahr für das maritime Ökosystem und die Meeresbewohner der Ostsee.“

Klaus Kastner schreibt: „Deutschland braucht kein Gas das durch Fracking und damit größte Umweltverschmutzung gefördert wird.“

Heinz Schmidt zweifelt, ob Manfred Weber wirklich diese Meinung vertritt. „Ich glaube eher, er geht auf Stimmenfang bei den Osteuropäischen Ländern.“

Am 1. Mai ist EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber (CSU) Gast im OZ-Medienhaus. Anlässlich der anstehenden Europawahl am 26. Mai, stellen wir die wichtigsten Spitzenkandidatin im Politischen Salon der OZ vor.

Politischer Salon der OZ

OZ-Chefredakteur Andreas Ebel und Geschäftsführender Redakteur Alexander Loew werden die Podiumsdiskussionen anlässlich der Europawahl leiten. Folgende Gäste stehen fest:

Manfred Weber (CSU) am 1. Mai um 12.30 Uhr

Katarina Barley (SPD) am 14. Mai um 19.30 Uhr

Helmut Scholz (Linke) am 21. Mai um 18 Uhr

Bereits zu Gast waren Ska Keller (Grüne) und Nicola Beer (FDP). Angefragt wurde auch Jörg Meuthen (AfD/kommt nicht) Der Eintritt ist frei. Leser-Fragen an Kandidaten: chefredaktion@ostsee-zeitung.de

OZ-Medienhaus –Großer Saal, Richard-Wagner-Straße 1a, 18055 Rostock

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