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Lesermeinung OZ-Leser debattieren: Braucht MV den Hundeführerschein?
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08:54 22.11.2019
Kurse zum Hundeführerschein gibt es viele. Müssen Hundebesitzer in MV bald ihr Können beweisen? Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
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Rostock

Der Blick auf die Antworten und die Frage, ob Hundehalter in MV eine Art Tauglichkeitsprüfung ablegen sollen, offenbart eine kontrovers geführte Debatte unter OZ-Lesern. Die Tierschutzorganisation Peta und der Deutsche Tierschutzbund hatten die Einführung eines „Hundeführerscheins“ im Nordosten gefordert. Der Diskussion war der Angriff eines Rottweilers auf einen Menschen vorausgegangen.

Nicole Karaköse ist der Meinung: „Ja“, es brauche einen Führerschein. „Ich habe selbst einen kleinen.“ Wenn sie sehe, wie manche mit ihren Hunden umgingen, so die Leserin, dann habe sie keine Worte. Toska Schröter fordert: „Wenn schon, dann bitte nicht zugunsten des Staates. Erstens muss es für jeden erschwinglich sein und zweitens sollte das Geld, das dabei eingenommen wird, für den Tierschutz eingesetzt werden.“

Auch Personal für die Kontrollen

Björn Gottschalkfindet: „Grundsätzlich wäre es sinnvoll, aber die Frage ist, wie der Führerschein aussehen soll. Die meisten Konzepte sind eher fragwürdig.“ Sandra DreSan hält folgenden Gedanken fest: „Ich denke, Personen, die schon eine Zeit x Hunde haben, sollten außen vor sein, solange da nichts Auffälliges war. Und die, die sich einen Hund holen möchten, sollten einen machen.“ Angela Lederist überzeugt: „Es wurden immer Hunde gehalten, auch ohne Auflagen. Aber heute diskutiert man gerne.“

Zwei Drittel der Leser sind für den „Hundeführerschein“

Der „Hundeführerschein“ ist wieder einmal Gesprächsthema in MV. Deshalb hat auch die OSTSEE-ZEITUNG Ihre Leser gefragt: Sollte in MV ein „Hundeführerschein“ Pflicht für alle Hundehalter sein?

335 Leser haben ihre Meinung mit uns geteilt. Das Ergebnis 221 stimmen für „Ja“ – das macht einen Anteil von 66 Prozent aus. 33,4 Prozent – oder 112 Leser – sind allerdings dagegen. Nur zwei Personen oder 0,6 Prozent haben sich enthalten.

Astrid Hoppeschreibt: „Nein“, es benötige keinen Führerschein. „Ich bin der Meinung, wenn es Auffälligkeiten gibt, sollte schon ein Führerschein her. Allerdings benötigt man dazu auch Personal für die Kontrollen, aber wer soll das bezahlen angesichts leerer Kassen.“ Auch Christian Büchsespricht sich für ein „Nein“ aus. Er begründet: „Wenn der Mensch (Hundehalter) möchte, dass der Hund beißt, dann beißt er, egal ob mit oder ohne Schein.“

Züchter müssen auch beachtet werden

Jacqueline Gosch hat mehr als 30 Jahre Hunde, wie sie schreibt. „Ich werde kein Geld dafür ausgeben. Meine Hunde sind erzogen und unter Kontrolle. Angebracht sei ein Hundeführerschein bei Hundehalter-Neulingen und auffälligen Hundebesitzern.Susel Wuselaber betont: „Ja, bei vielen sollte zudem regelmäßig kontrolliert werden. Ich sehe es beim Nachbarn meiner Eltern. Eine Schande ist das. Die armen Hunde.“

Ebenso plädiert Michelle Quietkowsky für die Tauglichkeitsprüfung: „Ja, aber in ganz Deutschland für alle Neuhundehalter und die auffälligen.“ Außerdem sollten mehr Kontrollen bei sogenannten Züchtern erfolgen. „Wenn man sieht, dass manche Leute Mischlinge ohne Papiere produzieren und diese dann versuchen zu verscherbeln.“

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Von Juliane Lange

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