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Lesermeinung OZ-Leser diskutieren über Anti-AfD-Demo in Binz
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15:02 06.11.2019
Das Binzer Arkona-Hotel steht wegen des AfD-Flügelfests am 23. November im Fokus der Kritiker. Björn Höcke spricht als Gastredner. Quelle: Stefan Sauer
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Binz

Die vom neu gegründeten Bündnis „Rügen für alle – gemeinsam gegen rechts“ geplante Demo und Kundgebung vor dem Binzer Arkona-Hotel hat eine Kontroverse unter OZ-Lesern ausgelöst. Hintergrund ist der für den 23. November avisierte Gastauftritt des thüringischen AfD-Landeschefs Björn Höcke. Die Gegner der Veranstaltung des rechten AfD-Flügels im Binzer Arkona-Hotel wollen per Demonstrationszug durch Binz ziehen und sich vor dem Hotel versammeln. Das Bündnis setzt sich aus Vertretern verschiedener Parteien, Vereinen, politischen Jugendorganisationen, Schulen und Einzelpersonen zusammen. Federführend dabei sind die Linke und die SPD. OZ-Leser diskutieren zur Rolle der AfD und über die Funktion von Demokratie.

Markus Faberbetont: „Rügen für alle bedeutet auch Rügen für alle und keine Ausgrenzung irgendwelcher Art. Oder gibt es bald an den Ortsschildern den Hinweis ‚XY sind hier unerwünscht‘? Wenn man bestimmten Personen weniger, auch mediale, Aufmerksamkeit schenken würde, würden sich manche Aktionen oder Besuche ‚totlaufen‘, weil sich keiner für diese Menschen interessiert. Es gab schon mal eine Zeit, da wurden Menschen ausgeschlossen, damals wegen eines religiösen Glaubens, heute wegen politischer Ansichten.“

Yvonne Gaubitz ist überzeugt: „Herr Höcke identifiziert sich mit menschenverachtenden Äußerungen und wenn man das doof findet, darf man dagegen in einem Land wie Deutschland protestieren. So einfach geht Demokratie.“ Katrin Matthiesschreibt erbost: „Herr Höcke ist ein Faschist.“ Stephan Derrstellt daraufhin die Frage: „Und was haben die anderen circa 30 000 Mitglieder und die Wähler mit den Aussagen einzelner zu tun? Stellen wir jetzt die CDU an den Pranger, weil 17 von 10 000 in Thüringen ein Gespräch mit der AfD führen wollen?“ Und Björn Gottschalksetzt an dieser Stelle hinzu: „Was sagt das über die Teilnehmer aus, wenn sie einem Faschisten nachlaufen?“

Maik Langeist sich sicher: „Alle AfD-Wähler wähl(t)en eine rechtsextreme Partei, in deren Mitte ein Faschist sitzt sowie Politiker, die andere Menschen wie Müll entsorgen möchten.“ Und auch Enrico Brandt macht sich Gedanken zu der Partei, die er kritisch sieht: „Wie leer im Kopf muss man eigentlich sein, um den Lehren der AfD zu folgen? Aber anscheinend gibt es Menschen, die aus zwei Diktaturen nichts gelernt haben. Wahrscheinlich brauchen die immer einen Anführer, um die Schuld bei anderen zu suchen.“

Dan Rachownotiert: „‚Rügen für alle‘? Na für alle kann ja nicht sein, wenn jemand in Binz unerwünscht ist. Wie scheinheilig.“ William Willdaraufhin: „Nazis sollten überall unerwünscht sein.“

Flo Ryanmahnt einen sensiblen Umgang mit der deutschen Geschichte an: „Die NSDAP wurde zu ihrer Zeit auch nicht ernst genommen. Die AfD ist auf dem besten Weg, in die Fußstapfen der NSDAP zu treten. Und sicher: Alle AfD-Wähler sind ja keine Nazis, aber alle AfD-Wähler sind bereit, Nazis politische Verantwortung zu übertragen. Wenn wir jetzt nichts dagegen tun, werden uns unsere Enkel bestimmt einmal fragen, warum wir nichts dagegen unternommen haben.“

Von Juliane Lange

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