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Lesermeinung OZ-Leser hoffen auf schnelle Fertigstellung der Autobahn
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15:53 12.09.2019
Ein Betonfertiger baut zwischen Colbitz und Dolle in Sachsen-Anhalt die Fahrbahndecke der Bundesautobahn 14. Quelle: Peter Gercke/dpa
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Die A 14 gilt als Jahrhundertautobahn – ein „Traum von einer Autobahn“, so heißt es oft. Ihre Vollendung rückt näher und doch reißen die Debatten um das Mammutbauprojekt nicht ab. Mit der A-14-Nordverlängerung keimt schon Ende der 1920er die Idee, den wirtschaftsstarken mitteldeutschen Raum durch eine Autobahn mit den Häfen an der Küste zu verbinden. Sie sollte von Dresden über Halle und Magdeburg nach Hamburg führen. Doch Klagen der Umweltschutzorganisation BUND verzögerten die Fertigstellung, da sie ökologisch sensible Bereiche durchschneidet. Immer neue gesetzliche Vorgaben ließen die Planungen zusätzlich ins Stocken geraten. Auch Anliegergemeinden klagten, hauptsächlich für besseren Lärmschutz.

Komplette Fertigstellung bis 2030

Nun aber rollen die Bagger wieder. Ende 2020 soll ein acht Kilometer langer Abschnitt bis zu der Anschlussstelle Tangerhütte in Sachsen-Anhalt für den Verkehr freigegeben werden. Die komplette Fertigstellung der A 14 ist dann für spätestens 2030 vorgesehen. OZ-Leser diskutieren kontrovers.

Mandy Mausmeint: „Das wird aber auch Zeit. Meine Güte . . . Die muss aber rauf bis nach Karstädt fertiggestellt werden. Dann wird auch hoffentlich mal die A 13 entlastet.“ Anke Moltmannfreut sich: „Was für ein Traum. Ich werde es noch erleben, schnell zur Arbeit zu kommen. Und tausende Autos und Lkw müssen nicht mehr über die Landstraßen fahren.“

Benjamin Rungescherzt: „Von der Idee bis zur Planung sind ja nur ein ‚paar‘ Jahre vergangen, da hat der BER dann noch etwas Zeit mit der Fertigstellung.“

Naturschutz wird missachtet

Mike Ikalmoniert, dass „in vielen Bundesländern die Natur mit Füßen getreten“ werde. Thomas Derersinniert: „Wenn der BUND überall so intensiv aufpassen würde wie bei Autobahnen, die unterm Strich – wenn genug kassiert wurde – doch gebaut werden, würde vielleicht etwas mehr Natur erhalten bleiben und nicht sinnlos zugebaut werden.“ Und Pierre Reihwaldhält dagegen: „Klagen gegen solche Projekte müssten verboten werden. In anderen Ländern wird ruckzuck gebaut.“

Walter Schabulkenotiert: „Schade. Wieder eine Menge Natur, die da draufgeht für einen Streifen Asphalt, um noch schneller von A nach B zu kommen.“ Hans-Jürgen Maaßglaubt erst daran, dass sie fertig ist, wie er schreibt, „wenn sie fertig ist. Es gibt so viele halbfertige Autobahnen und so viele gekürzte und beschnittene Projekte, dass das nicht mehr feierlich ist.“

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