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Lesermeinung Warum gegen Russland und den Osten?
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09:49 06.03.2017
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Stralsund

Warum gegen Russland und den Osten Bei der z.Zt. zu beobachtenden und immer stärker werdenden Hysterie gegen Russland ist die Frage nach dem „Warum“ zu stellen.

Der Westen incl. USA ist der Meinung, dass sein neoliberales Wirtschafts- und Gesellschaftssystem Vorbildwirkung für den Rest der Welt hat und haben muss. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion setzte eine zügellose brutale Entwicklung der im Westen vorherrschenden Marktmechanismen ein, die zu Banken-, Finanz- und Wirtschaftskrisen führten (besonders ab 2008) und die Widersprüche dieses Systems offen darlegten.

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Russland und China gehen wirtschaftlich und gesellschaftlich einen alternativen Weg (der dem Westen gar nicht gefällt), den Weg des Staatskapitalismus (der Staat ist Eigner mindestens eines Drittels der größten wirtschaftlichen Unternehmen des Landes). Es sind riesige Territorien mit genügend Rohstoffen, um eine kräftige Wirtschaft aufzubauen.

Kleinere Staaten kommen dann in die Versuchung, sich zwischen dem einen oder anderen System entscheiden zu wollen oder zu müssen, wenn sie keine eigene Variante für sich haben. Dabei könnte bzw. wird im Osten ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsblock entstehen, in dem der Westen für sich eine lebensbedrohende Konkurrenz sieht. Das soll mit aller Macht, letztendlich mit militärischer, verhindert werden. Wie ist ansonsten z.B. die weitere nukleare Aufrüstung zu verstehen oder die Einkreisung Russlands durch die NATO? Konkurrenz bzw. Wettbewerb beleben das Geschäft, aber bitte friedlich! Ein friedlicher ökonomischer und gesellschaftlicher Wettbewerb um das bessere System, das sollte das Gebot der Stunde und der Zukunft sein, denn bei friedlicher Auseinandersetzung und einher laufendem Erfahrungsaustausch profitieren davon letztlich beide Seiten, ohne dass die Völker befürchten müssen, ihre Haut zu Markte tragen zu müssen.

Wolfgang Mengel

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