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Lesermeinung „Rostock braucht eine positive Zukunftsvision einer lebenswerten Stadt“
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16:19 07.11.2019
Die Initiative Radentscheid Rostock um Marie Heidenreich (l.) hat 8366 Unterschriften gesammelt. Nun werden mehr Radwege gebaut. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Der Beschluss der Rostocker Bürgerschaft, die Hansestadt zur Fahrrad-Metropole umzubauen, hat unter OZ-Lesern breite Zustimmung gefunden. Und trotzdem gibt es auch kritische Stimmen, die Zweifel an der Realisierung des Maßnahmenpakets kundtun. Geplant ist, dass Rostock in den kommenden Jahren mehr Geld als je zuvor in den Ausbau „grüner“ Verkehrstrassen investiert. Mindestens zehn Kilometer neuer Radwege sollen pro Jahr an der Warnow gebaut werden – ab 2020. So hat es die Bürgerschaft in dieser Woche mit einer breiten Mehrheit beschlossen. Die Stadtpolitik will damit die Forderungen des Aktionsbündnisses „Radentscheid Rostock“ und von mehr als 8000 Bürgern erfüllen.

Marie Heidenreichfindet: „Ein starker Beschluss der Bürgerschaft für eine moderne und zukunftsweisende Verkehrsplanung. Danke an alle Unterstützer des Radentscheids!“ Malte Rockmannbegrüßt die Entscheidung: „Sehr gut! Rostock braucht eine positive Zukunftsvision einer lebenswerten Stadt. Eine Fahrradstadt – wer findet Kopenhagen nicht toll – ist der beste Weg dahin.“

Karin Jennerjahn indes moniert, sie brauche kein zweites Kopenhagen. „Eine Rostocker Lösung, die allen gerecht wird, ist der bessere Weg als ein Abklatsch anderer Städte. Das sehe ich aber nicht.“ Auch

Olaf Wilken äußert sich kritisch hinsichtlich des Vorstoßes: „Rostock ist und wird in naher Zukunft leider keine Fahrradstadt werden. Nichts, aber auch gar nichts ist seit der Wende für sicheres und bequemes Fahren mit dem Rad durch die Stadt getan worden. MV will einladend für Urlauber sein, hat aber leider vieles verschlafen, und dazu gehört ein gut ausgebautes Fahrradwegenetz“, bedauert Wilken. Weiter schreibt er: „Schauen wir in den Norden, egal ob Norwegen, Schweden oder Dänemark. Alle diese Länder haben begriffen, wie man den Verkehr aus den Innenstädten verbannt. Fahrradfahrer haben Vorfahrt, und das ist gut so. Das nennt man Verkehrsinfrastruktur, für die es auch in Rostock endlich Zeit wird.“ Martin Baltruschnotiert: „Rostock will das nicht, sondern die Radfahrer. Und da kann man Unterschriften sammeln, wie man will. Wenn das Geld dafür nicht da ist, ist solche Forderung einfach utopisch. Und ich sag ganz ehrlich. Erst mal sollten Gehwege saniert werden, anstatt Radwege neu zu bauen.“ Denn, so der Leser: „Auf dem Weg zum ÖPNV muss man aufpassen, dass man sich nicht die Haxen bricht.“

Andreas Krichhält fest: „Das Quorum für einen Bürgerentscheid liegt hier bei 4000 Stimmen. Diese Zahl wurde verdoppelt. Im letzten Wahlkampf wurde eine Stärkung der Radfahrinfrastruktur von fast allen Seiten gefordert. Daraus ergibt sich, dass es ein signifikantes Interesse an besseren und sicheren Radwegen gibt.“

Und auch Markus Doremanswürde die Umsetzung „sehr befürworten“, wie er schreibt: „Beim Autofahren bremsen Radfahrer auf der Straße regelmäßig den Verkehr aus, und bei Gassirunden muss man aufpassen, dass die Wauwis nicht überrollt werden.“ Radwege würden daher zwei Probleme gleichzeitig lösen, ist Doremans überzeugt.

Von Juliane Lange

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