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Lesermeinung Tauben füttern verboten: „Armutszeugnis für eine Stadt“
Mehr Meinung Lesermeinung Tauben füttern verboten: „Armutszeugnis für eine Stadt“
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16:11 26.04.2019
Tauben auf dem Universitätsplatz in Rostock
Tauben auf dem Universitätsplatz in Rostock Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

 Taubenfüttern verboten in Rostock: Ich bin erschüttert wie schlecht die Stadträte und die Verwaltung von Rostock informiert sind. Wo es doch heutzutage so leicht ist sich Information über Tauben im Internet zu beschaffen. Es gibt Berichte von namenhaften Instituten und Stiftungen über die bis zur Zeit behaupteten Unwahrheiten zu Taubenkot.

Erstens: Bei artgerechter Fütterung lässt sich Taubenkot leicht von den meisten Materialien entfernen. Oft hilf sogar ein kräftiger Regenschauer. Zweitens: Die Gefahr sich durch Tauben an Krankheit anzustecken ist nicht höher als durch Hunde, Katzen oder Wellensittiche. Drittens: Durch das Aushungern werden Tauben nicht dazu gebracht weniger zu brühten. Die Stadttauben sind die Nachkommen der nicht zurückgeflogen Zuchttauben, die so gezüchtet wurden, dass sie nicht jahreszeitenabhängig brühten.

Was bringt also das Fütterverbot? Geld in die Stadtkasse durch Tierquälerei. Taubenschläge sind eine phantastische Lösung, aber bis sie stehen kann man die Tiere doch nicht verhungern lassen. Diese Fütterverbote sind in meinen Augen moderner Straßenraub. Die Stadtkasse wird auf Kosten der hilflosen Tiere gefüllt und der Leute, die gut informiert sind und das Elend nicht ertragen können. Das ist ein Armutszeugnis für jede Stadt.

Friederike Wrobel