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Lesermeinung „Totaler Irrsinn“: OZ-Leser diskutieren über Kassenbon-Pflicht
Mehr Meinung Lesermeinung „Totaler Irrsinn“: OZ-Leser diskutieren über Kassenbon-Pflicht
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12:07 24.11.2019
Künftig werden mehr Kassenzettel ausgehändigt. Laut Berechnungen wird es zwei Millionen Kilometer mehr Bons geben. Quelle: Andrea Warnecke/dpa
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Rostock

Die ab Anfang 2020 geltende Kassenbon-Pflicht für Händler erhitzt die Gemüter zahlreicher OZ-Leser. Die Reaktionen auf den schon jetzt kontrovers debattierten Zettelirrsinn reichen von Verständnis bis Kopfschütteln. Letztere befürchten neben einem enormen bürokratischen Aufwand vor allem viel unnötigen Müll. Vor allem kleinere Betriebe wie Bäcker werden von der Umstellung betroffen sein. Die Kassenbon-Pflicht soll Steuerbetrug an der Ladenkasse verhindern.

Ricky Lou Stickschreibt: „Das Problem ist ja, dass es reine Geldmacherei ist. So wie jemand schon schrieb, kleinere Betriebe werden durch solche Auflagen zerstört. Es gibt ab 1.1.20 neue Regelungen für Kassen, um sie sicher gegen Manipulationen machen. Jetzt müssen die Kassen wieder für viel Geld aufgerüstet oder neu gekauft werden. Und diese Kassenbons: so was sinnloses. Überall bekam ich bis jetzt einen Bon, wenn ich ihn wollte. Das sollte doch reichen!“

Michael Breede ergänzt: Einfacher werde es jedenfalls nicht „und für die Umwelt ist es auch nicht gut.“ Uschi Nehls fügt hinzu: „Bons werden zerknüllt und weggeworfen.“ Toska Schröterdazu: „Und genau die liegen dann in den Geschäften auf dem Fußboden herum oder im Einkaufswagen.“ Horst Girkeindes gibt zu bedenken: „Jeder Kunde hat das Recht auf einen Kassenbon. Und es ist auch Pflicht, angebotene Ware auszupreisen, doch das wird oft nicht gemacht.“

Ronny Radtkesetzt hinzu: „Das nennt sich Registrierkassenpflicht. Das ist in anderen Ländern gang und gäbe.“ Rene Lorenzfindet: Das mit dem Bon sei „totaler Schwachsinn“. Und weiter: „Entweder der Kunde sagt, er möchte einen oder der Kunde wirft ihn weg. In meinen Augen ist das Papierverschwendung.“

Wolfgang Müllerkennt das Szenario mit dem Kassenbon, er berichtet: „Hier bei uns in der Ukraine bekommst du grundsätzlich den Kassenbon, auch für Minimalbeträge.“ Kevin Sauermeint: Ganz egal wo und wie diese Pflicht existiert und umgesetzt werde, „ich denke, wir können uns drauf einigen, dass ein Kassenbon in den meisten Fällen absolut unnötig ist und so eine Regelung bescheuert.“

Von Juliane Lange

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