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Lesermeinung „Werbung für die Bundeswehr gehört auf Berufsmessen“
Mehr Meinung Lesermeinung „Werbung für die Bundeswehr gehört auf Berufsmessen“
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13:03 04.04.2019
Soldaten in der Ausbildung bauen mit Stacheldraht auf dem Gelände der Marinetechnikschule (MTS) bei Stralsund eine Drahtsperre auf. Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Schwerin

Die vor allem innerhalb des Berliner SPD-Landesverbandes geführte Bundeswehr-Debatte ist bis nach MV geschwappt. Hintergrund: Der Verband sprach sich in dieser Woche für ein Werbeverbot der Bundeswehr an Schulen aus. Als Reaktion darauf dringt die Fraktion Freie Wähler/BMV im Schweriner Landtag auf ein klares Bekenntnis zur Armee und ihrer Rolle in der Gesellschaft. OZ-Leser diskutieren gleichfalls kontrovers.

Matthias Schmeißer findet, das Militär habe insbesondere an Schulen überhaupt nichts verloren. „Schlimm genug, dass für das Kriegshandwerk öffentlich an Plakatwänden geworben wird.“ Peter Ritter fügt hinzu: „Wer glaubt, dass Informieren nicht auch Werben bedeutet, der glaubt auch, dass unsere Interessen am Hindukusch verteidigt werden.“ Tobi Resky ergänzt: „Am besten führt man noch dazu den Wehrunterricht wieder ein und dazu noch sportliche Ferienlager.“ Anci Ankerherz beschäftigt die Frage, „was es uns nützt, stolz auf die Armee zu sein, wenn der Staat dafür sorgt, diese in der Welt als Witzfigur hinzustellen.“ Weiter schreibt die Leserin: Für das Werben gebe es schließlich Berufsmessen. OZ-Leser Frank Jacob hält empört fest: „Verkehrte Welt in Deutschland. Jedes Volk ist stolz auf seine Armee, die im Ernstfall auch verteidigen kann. Bei uns werden sie als Mörder und Kriegstreiber hingestellt und sollen nicht für Nachwuchs werben. Vom Staat vernachlässigt und ohne Rückhalt in der heutigen ,Spaß-Gesellschaft’.“

Sergei Draganov berichtet, er sei selbst sechs Jahre Soldat in der bulgarischen Armee gewesen. „Die Armee bildet die jungen Leute aus, bringt ihnen Verantwortung bei und erzieht sie zu starken Charakteren.“

Auch Martin Schmidt betont: „Die Bundeswehr ist enorm wichtig für unsere Gesellschaft. Wichtig wäre es, dass die Truppe wieder Schliff bekommt und alle dubiosen Auslandseinsätze sofort beendet werden. Die Bundeswehr soll Deutschland verteidigen und nichts anderes. Es ist erschreckend, wie dieser nichtkonservative CDU-Blender zu Guttenberg die Armee durch die Aussetzung der Wehrpflicht zerstört hat. Wie viele Standorte sind dadurch allein in Mecklenburg-Vorpommern verschwunden? Bei einer normalen Wehrpflicht, wie die AfD sie fordert, gebe es auch nicht den Drang, an Schulen zu werben und Panzer für Schwangere zu bauen.“ Holger Suhrbier letztlich vertritt den Standpunkt: „Waffen bringen keinen Frieden.“

Juliane Lange

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