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Lesermeinung „Zum Wohl der Vierbeiner ist die Regelung richtig“
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17:07 20.03.2019
Felicitas Klein und Wolfgang Kerber mit ihrer Katze, die sie aus dem Naturtierheim Ostsee zu sich nach Hause geholt haben.   Quelle: Jörg Mattern
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Stralsund

Ihr Wunsch, eine Katze aus dem Stralsunder Tierheim bei sich aufzunehmen, gestaltete sich für ein Rentner-Paar schwieriger als gedacht. Weil die beiden Stralsunder älter als 65 Jahre sind, wurde ihnen die Aufnahme verwehrt. Die Begründung seitens des Tierheims geht auf eine Regelung zurück, wonach an Personen über 65 Jahre keine Katzen bis fünf Jahre abgegeben werden. OZ-Leser führen eine hitzige Debatte zu dem vorliegenden Thema.

Silke Simchen schreibt: „Egal welches Tier und egal in welchen Alter man sich ein Tier anschaffen möchte, der Tod ist und bleibt unberechenbar. Der kann morgen oder sogar heute schon eintreten.“ Di Ana sagt: „Es klingt gemein, aber im Sinne des Tieres ist es vernünftig. Hier laufen so viele ältere Menschen mit jungen Hunden oder Katzen rum, bei denen man genau weiß, dass dieses Tier früher oder später alleine sein wird, weil Frauchen und Herrchen leider verstorben sind oder in Pflegeheimen untergebracht sind.“

Nancy Malchin sieht es ähnlich. „Naja auch wenn ich gesteinigt werde. Ich finde die Regelung nicht unfair. Es geht dabei an erster Stelle um das Tier, und da steht ja nicht, dass ältere Leute kein Tier haben dürfen, sondern lediglich erst Tiere ab fünf Jahre. Die meisten Tiere aus dem Tierheim mussten in ihrem Leben schon genug durchmachen. Was bringt es, wenn sie ein schönes Zuhause haben, die Besitzer dann versterben und sie wieder zurück ins Tierheim müssen?“

 Noni Wö erwidert: „Jeder Tag, den die Katze bei liebevollen Menschen sein darf, ist ein Gewinn für sie und wesentlich besser als im Tierheim zu sein. Junge Menschen gehen den Tag über arbeiten und die Katze ist alleine. Das sehe ich häufig in der Nachbarschaft. Und das ist dann in Ordnung?“ Diana Wiedehopf weiß: „Es gibt auch so viele alte Tiere im Heim. Diese würden sich auch freuen, ein Körbchen zu finden.“ Heike Polomsky könne, wie sie notiert, auf der einen Seite verstehen, dass junge Tiere nicht an ältere Menschen vermittelt werden. „Andererseits gibt es auch ältere Katzen, die kaum vermittelbar sind. Eine Lösung findet man immer“, ist die Leserin überzeugt.

Jonas Schindler findet die Regelung „unfair. Niemand weiß wielange man lebt. Bei einem jungen Menschen kann es genauso von heute auf morgen vorbei sein.“ Ursula Sturm setzt hinzu: „Das ist nicht nur unfair, sondern diskriminierend. Aber hinterher jammen, dass zu viele Tiere im Tierheim sind. Eigentlich beschämend.“ Dagmar Thermann kann das absolut verstehen, wie sie betont. Sie sei 77 Jahre alt und aus diesem Grund habe sie eine 15 Jahre alte süße Tigerlilly aus dem Tierheim geholt und sie zu ihrer Mitbewohnerin gemacht. „Das ist genau richtig gewesen und wir beiden Alten passen sehr gut zusammen. Sie hatte wohl auch schon einmal erlebt, dass ihr damaliges Frauchen verstarb. Nun sass sie im Tierheim, völlig apathisch und schockiert – bis ich kam. Ich habe allerdings vorgesorgt: Wenn mir etwas passieren sollte, und sie noch lebt, zieht sie zu meiner Tochter.“ Auch Nadine Mörl kann die Bedenken seitens des Tierheims absolut nachvollziehen. „Dem Paar wird nicht generell keine Katze vermittelt. Nur eben keine unter fünf Jahren. Wo ist das Problem? Es ist eine gewisse Absicherung zum Wohl der Tiere. Klar, man könnte hier und dort Ausnahmen machen. Aber wo fangen Ausnahmen an? Strikte Regelung und gut ist.“

Antje Wünsche hält die Regelung indes für „blödsinnig. Es gibt so viele alte Leute, die genug Zeit hätten, sich um ein Tier zu kümmern. Klar muss es nicht unbedingt eine Babykatze sein. Solange man sich aber das Futter für die Tiere leisten kann und alles Notwendige mit dem Tier machen kann, wie zum Beispiel Tierarztbesuche, warum nicht?“

Juliane Lange

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