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Meinung Neue Atomkraftwerke in Polen: Keine strahlende Zukunft
Mehr Meinung Neue Atomkraftwerke in Polen: Keine strahlende Zukunft
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08:10 26.11.2019
Wenn sich nicht länderübergreifend über die Energiepolitik ausgetauscht wird, wird das verheerende Folgen haben, warnt OZ-Reporter-Chef Andreas Meyer. Quelle: Arno Zill
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Rostock

Eines muss man der polnischen Regierung lassen: Sie hat einen Plan, eine klares Konzept. Bis 2040 will sie den Ausstoß der Klimagase in östlichen Nachbarland mehr als halbieren. Nur der Weg zum großen Klimaschutz-Ziel, der ist mehr als fraglich: Polen will nämlich Kohle- durch Atomkraft ersetzen.

Auf den ersten Blick mag das Sinn machen: Läuft alles wie geplant, kommt aus Atomkraftwerken zunächst mal nur heiße Luft raus – und natürlich Energie. Nur in einer Hinsicht ist Polens Strategie dann doch ein wenig zu kurz gedacht: Für die Altlasten der vermeintlich klimafreundlichen Kernenergie haben auch unsere Nachbarn keine Lösung, kein sicheres Endlager.

Gemeinsam nach Alternativen suchen

Der Streit um die neuen Reaktoren östlich der Oder zeigt auch eines der großen Probleme Europas: Die wichtigen Fragen unserer Zeit – Umweltschutz, Energie, Sicherheit – gehen die Staaten nach wie vor allein statt gemeinsam an. Deutschland schaltet KKW ab, Polen schaltet sie an. Wie wäre es mal, wenn die Nachbarn wie Nachbarn handeln – und gemeinsam Alternativen suchen?

In Greifswald wird an der Energiezukunft geforscht, an Fusionsenergie. Das dürfte für die Polen doch nahe liegen.

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