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OZ-Redaktion Gedenken an Pogromnacht in Mecklenburg-Vorpommern
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06:00 11.11.2019
An der Gedenkstätte auf dem Jüdischen Friedhof Rostock spricht Landesrabbiner Yuriy Kadnykov bei einer Andacht zum Gedenken an die Opfer des Holocaust. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild
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Rostock

In Mecklenburg-Vorpommern ist am Samstag an die antijüdischen Pogrome vor 81 Jahren in Deutschland erinnert worden. In Neubrandenburg sagt Bürgermeister Silvio Witt (parteilos), aus der Erinnerung müssten Konsequenzen für ein respektvolles Miteinander heute gezogen werden. Diese Verantwortung liege bei jedem Einzelnen.

In Rostock kamen am Sonntag 250 Menschen auf dem jüdischen Friedhof im Lindenpark zusammen und legten Kränze und Blumen nieder. Landesrabbiner Yuriy Kadnykov sprach ein Totengebet. Bei einem Gedenken am Standort der ehemaligen jüdischen Synagoge sprachen unter anderen der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Juri Rosov, der neue Antisemitismusbeauftragte in MV, Hansjörg Schmutzler, und die Bürgerschaftspräsidentin Regine Lück. „Für uns ist das ein Zeichen der Solidarität mit uns, aber es ist auch ein wichtiges Zeichen, dass die Menschen, die damals im Holocaust ermordet worden sind, hier in Rostock nicht vergessen werden“, sagte Rosov. Die Jüdische Gemeinde habe zur Zeit der Novemberpogrome etwa 300 Mitglieder gehabt und sei während des NS-Regimes nahezu ausgelöscht worden.

„Wir wollen, dass sich Juden in Deutschland sicher fühlen. Wir wollen, dass sie spüren, dass dieses Land unser gemeinsames Zuhause ist“, erkläre Lück. Die Hansestadt Rostock sehe es als eine wichtige Aufgabe an, neofaschistischen, rechtsextremen und fanatischen Strömungen entgegenzutreten. Schülerinnen und Schüler verlasen die Namen von Menschen aus der Jüdischen Gemeinde Rostock, die während der Zeit des NS-Regimes verfolgt oder ermordet wurden.

Von bs

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