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Podcast: Über die Geräuschkulisse unter Wasser und wie man sie eindämmt

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17:32 27.01.2021
Jan Kerckhoff spircht mit Jens-Georg Fischer über Lärmbelästigung unter Wasser.
Jan Kerckhoff spircht mit Jens-Georg Fischer über Lärmbelästigung unter Wasser. Quelle: dpa/Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)
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Rostock

Unter Wasser ist es niemals still: Studien zeigen, dass sich die Umgebungsgeräusche im Meer innerhalb der letzten Jahre durch den Einfluss menschlicher Aktivitäten erhöht haben. Der Klimawandel beeinflusst die gesamte Meereslandschaft und ändert die Spielregeln. Auch die Schifffahrt, eine bedeutende Quelle für menschgemachten Schalleintrag, verändert sich und muss entsprechend untersucht und bewertet werden. Aber neben dem Verkehr gibt es noch viele andere Lärmquellen – z.B. solche die durch offshore Bautätigkeiten verursacht werden. Jens-Georg Fischer ist am Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie für die Erstellung eines Lärm-Atlas für die deutsche Ostsee zuständig. Im Gespräch mit Jan Kerckhoff erzählt er, mit welchen Mitteln er die Lärmbelästigung unter Wasser misst, von einer deutschen Vorreiterrolle in Bezug auf Grenzwerte und von Blasenschleiern und anderen Erfindungen, die Meereslebewesen vor dem Stress der Beschallung bewahren sollen.

Podcast statt Ostseetag

Im Frühjahr 2020 zeichnete sich ab, dass der für den Sommer geplante Ostseetag im Rostocker Stadthafen Corona-bedingt nicht stattfinden kann. Der Ostseetag findet seit 2014 alle zwei Jahre statt, um Menschen in Rostock und Umgebung sowie Schüler aus ganz MV mit Ostsee-Experten ins Gespräch zu bringen und ihnen aktuelle Forschungsthemen zum „Meer vor unserer Haustür“ vorzustellen.

Die Gastgeber - das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde, das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das Deutschen Meeresmuseum Stralsund und das Thünen-Institut für Ostseefischerei - ein geballtes Knowhow in fast allen Belangen der Ostsee wie nirgenwo sonst in Deutschland – wollten das Ereignis aber nicht einfach ausfallen lassen und suchten einen neuen Weg der Kommunikation. Der entscheidende Anstoß für das Format „Podcast“ kam allerdings von seiten der Ostsee Zeitung, die den Ostseetag seit dem ersten Mal als Medienpartner begleitet: Chefredakteur Andreas Ebel brachte das praktische - weil dauerhaft online abrufbare - Audio-Format bei einer Beratung über Alternativen zu einer Live-Veranstaltung im Stadthafen erstmals ins Gespräch.

Alle Podcast-Folgen: Klimawandel und Meer – Der Fall Ostsee

Folge 1: Faktencheck Klimawandel Ostsee: wärmer, höher, süßer

Folge 2: Zwischen Klimawandel und Fischerei: Ostseefische unter doppeltem Druck

Folge 3: Erfolgsstory Kegelrobbe: Vom Konkurrenten zum Sympathieträger

Folge 4: Die bedrohten Stars der Ostsee: wie Schweinswale den Klimawandel erleben

Folge 5: Ruhe bitte! Über die Geräuschkulisse unter Wasser und wie man sie eindämmt

Folge 6: Herrn Holforts Gespür für Eis: Vom Ostseeeis und seiner Zukunft

Folge 7: Von kleinen Eiszeiten und Klimaarchiven: Was wir vom Klima der Vorzeit lernen

Bonus-Episode auf Spotify: Markus Meier über Salzwasser-Einbrüche – ein sehr spezielles Ostsee-Phänomen!

Im Lauf des Jahres 2020 sind sieben Podcastfolgen sowie ein kurzes Bonusstück entstanden. Mitgewirkt haben insgesamt acht Experten aller vier Institutionen, die sonst den Ostseetag veranstalten. Die Interviewten wurden so ausgewählt, dass zum einen ein möglichst vielfältiger und interessanter Themenbogen gespannt werden kann; zum anderen sollen aber auch für die Ostseeregion besonders wichtige Aspekte des Klimawandels beleuchtet werden.

Der Moderator Jan Kerckhoff arbeitet als Wissenschaftsjournalist für den Bayerischen Rundfunk. Dort ist er sowohl in der Produkltion von TV-Dokumentationen zu Hause als auch im Hörfunk- und Online-Bereich. Die Ostseetag-Gastgeber kannten ihn schon im Vorfeld, da er bereits mehrfach über Ostsee-Forschung für den BR und andere Sender der ARD berichtet hat. Dass er sich vom „anderen Ende der Republik“ aus so sehr für unser Hausmeer interessiert, ist übrigens seiner eigenen Initiative zu verdanken: 2017 bewarb er sich für die Teilnahme an einem Journalisten-Workshop zu Ostseethemen und ist seitdem immer wiedergekommen, um mit seiner Ostsee-Berichterstattung am Ball zu bleiben.

Von OZ

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