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Studium und Beruf Mit kleinen Tricks zufriedener am Arbeitsplatz
Mehr Studium und Beruf Mit kleinen Tricks zufriedener am Arbeitsplatz
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04:36 01.05.2017
Rundum zufrieden am Arbeitsplatz. Dafür können Mitarbeiter einiges tun: Sie sollten zunächst ihre Aufgaben analysieren und überlegen, welche sie davon besonders gerne machen. Quelle: Monique Wüstenhagen/dpa-Tmn
Dresden

Es kann die Krankenschwester sein, die ihre Schichten mit denen ihrer Lieblingskollegen zusammenlegt und nun wieder gerne zur Arbeit geht. Oder auch der Koch, der sich als Künstler sieht, seitdem er die Gerichte kreativ auf dem Teller anrichtet.

„Job Crafting“
Ilona Bürgel
Eva B. Müller
Frauke Schmid-Peter

Um strukturiert Job Crafting zu betreiben, rät Schmid-Peter dazu, sich über einen längeren Zeitraum hinweg alle Aufgaben aufzuschreiben, die im Arbeitsalltag anfallen. Dann kann man darüber nachdenken, welche einem Freude bereiten - und welche eher Energie rauben. „Bei unliebsamen Tätigkeiten sollten Arbeitnehmer versuchen, diese zu reduzieren oder schauen, ob es Kollegen gibt, denen diese Aufgaben mehr liegen“, erklärt Schmid-Peter.

Wenn Arbeitnehmer die innere Haltung verändern, mit der sie an ihren Job herangehen, spricht Beraterin Müller von einem „mental shift“, von einer mentalen Verschiebung. Dabei werde dem Beruf oder einzelnen Aufgaben ein ganz besonderer Sinn zugeschrieben. „Ein Rettungssanitäter kann sich wieder mentale und körperliche Ressourcen beschaffen, indem er sich vor Augen führt, dass seine Arbeit vielen Menschen hilft“, erklärt Müller.

Arbeitnehmer sollten aber immer beachten: Wenn die Veränderungen, die sie vornehmen, auch andere betreffen, ist es klug, sich mit Kollegen und Vorgesetzten abzusprechen. Und obwohl die langfristigen Folgen von Job Crafting oft positiv sind, weist Müller darauf hin, dass es kurzfristig zu Stress führen kann - verursacht durch zusätzliche oder unbekannte Tätigkeiten, oder auch durch neue Sozialkontakte. Doch Müller kann beruhigen: „Das ist ein ganz normaler Vorgang, wenn Menschen neue Dinge lernen und ausprobieren.“

dpa/tmn

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