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Studium und Beruf Wie werde ich Bestatter/in?
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05:05 27.03.2017
Die angehende Bestatterin Carolin Dumbeck lernt in einem privaten Bestattungsinstitut. Es gibt auch die Option, im öffentlichen Dienst zu arbeiten. Quelle: Martin Storz/dpa-Tmn
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Reutlingen

Gerade für junge Menschen ist der Tod häufig ein weit entferntes Thema. Dennoch ist das Interesse am Beruf des Bestatters groß. Jedes Jahr machen etwa 150 Jugendliche die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft - die Zahl der Bewerber liegt deutlich höher.

Bestattungshaus Unter den Linden in Reutlingen

Die 17-Jährige musste sich mit dem Thema Trauer früh beschäftigen. Als sie neun Jahre alt war, starb ihr Vater. „Ich habe mir mein ganzes Leben lang immer wieder Gedanken über den Tod gemacht“, erzählt sie. Dadurch könne sie sich in Kunden hineinversetzen. „Ich möchte Menschen in einer Phase helfen, die ich selbst erlebt habe.“

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Bestattungsfachkräfte

Der Job kann viel Erfüllung bieten. Das zeige auch die niedrige Abbrecherquote in Bad Kissingen von fünf bis sechs Azubis pro Jahr. „Das ist sehr wenig für die Belastung, die dieser Beruf mit sich bringt“, erklärt Werner. Emotional, psychisch, aber auch von den Arbeitszeiten her ist der Beruf eine Herausforderung: Bestatter müssen rund um die Uhr einsatzbereit sein.

Voraussetzung sei neben der psychischen Stabilität eine gute körperliche Konstitution, erläutert Werner. Andererseits spiele auch Kreativität eine Rolle. „Bei den Trauerfeiern muss man die Vorstellungen der Angehörigen umsetzen können.“

Kuratoriums Deutsche Bestattungskultur

Bestattungsfachkräfte in Ausbildung verdienen nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im ersten Ausbildungsjahr 400 Euro im Bestattungsgewerbe. Im öffentlichen Dienst ist es deutlich mehr. Sie arbeiten nicht nur bei privaten Bestattungsinstituten, sondern auch bei Friedhofsverwaltungen. Die Gehälter ausgebildeter Bestattungsfachkräfte lägen zwischen 2000 und 2300 Euro brutto, erläutert Wirthmann. Es kann im Einzelfall aber auch deutlich weniger sein.

Die Auszubildende Carolin Dumbeck hat konkrete Pläne für die Zeit, wenn sie mit der Lehre fertig ist. Sie würde sich gerne zur Einbalsamiererin (Thanatopraktikerin) weiterbilden lassen, erzählt sie.

dpa/tmn

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