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Nachrichten CDU-Mann Kuhn nicht mehr im EU-Parlament
Nachrichten CDU-Mann Kuhn nicht mehr im EU-Parlament
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10:50 27.05.2019
Der Europa-Abgeordnete Werner Kuhn (CDU) gilt als Befürworter von Nord Stream 2: Den Wiedereinzug ins EU-Parlament verpasste er am Sonntag aber. Quelle: Stefan Sauer/dpa
Zingst/Berlin

Der langjährige Europa-Politiker Werner Kuhn hat den Sprung ins EU-Parlament am Sonntag verfehlt. Angaben des Bundeswahlleiters zufolge ist Kuhn nicht unter den 23 gewählten CDU-Abgeordneten. Mecklenburg-Vorpommern ist damit vonseiten der Union nicht mehr in Brüssel und Straßburg vertreten. Die Plätze der CDU gingen vor allem an Kandidaten aus den bevölkerungsreicheren Bundesländern. Aus den ostdeutschen Ländern schafften lediglich vier CDU-Politiker den Einzug ins EU-Parlament.

Dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis zufolge kamen die Christdemokraten im Nordosten auf 24,5 Prozent der Stimmen und fielen damit erstmals bei einer Europawahl unter 30 Prozent. 2014 hatte die CDU noch 34,6 Prozent erreicht.

Auch Iris Hoffmann (SPD) ist nicht mehr in Brüssel vertreten. Erfolgreicher für den Nordosten waren dafür die Grünen. Bei ihnen vertreten künftig drei Abgeordnete den Landesverband MV: Reinhard Bütikofer, Hannah Neumann und Niklas Nienaß.

Kleine Einschränkung: Obwohl alle drei ein Votum der Landespartei erhalten hatten, ist lediglich der Rostocker Nienaß in MV zu Hause. Bütikofer vertritt in Brüssel und Straßburg zugleich Sachsen und Thüringen. Er unterhält in Schwerin ein Regionalbüro. Neumann lebt in Berlin, habe der Partei zufolge aber „familiäre Verbindungen nach Vorpommern“ und war deshalb vom Grünen-Landesverband MV unterstützt worden. Neumann sei „viel in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs“, sagte Parteichefin Ulrike Berger. Und die Wahl des 26-jährigen Nienaß sei „ein starkes Signal an alle jungen Menschen, dass es sich lohnt, sich für die eigenen Überzeugungen zu engagieren“.

Die Grünen konnten ihren Stimmenanteil in MV im Vergleich zu 2014 auf 10,8 Prozent verdoppeln. „Der Zuwachs ist für unser Land sehr gut und macht uns stolz. Denn als Grüne haben wir es hier etwas schwerer als anderswo“, sagte Landesparteichefin Claudia Schulz. In Rostock wurden die Grünen bei den Europawahlen sogar stärkste Partei.

Auch MV-Kandidat Helmut Scholz von den Linken hat seinen Sitz erfolgreich verteidigt.

Die AfD konnte ihr Ergebnis gegenüber 2014 mehr als verdoppeln. Sie kam im Land auf 17,7 Prozent nach sieben Prozent bei der vorigen Wahl. Ihr Kandidat für Mecklenburg-Vorpommern im EU-Parlament, Hagen Brauer aus Schwerin, bleibt aber ohne ein Mandat.

Benjamin Fischer

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