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Nachrichten Flusskreuzer baut in Mecklenburg drei Unfälle in einer Woche
Nachrichten Flusskreuzer baut in Mecklenburg drei Unfälle in einer Woche
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08:54 06.05.2019
Das beschädigte Steuerhaus des Flusskreuzfahrtschiffs „Gretha van Holland“ ist notdürftig mit einer Plane abgedeckt. Das etwa 40 Meter lange Schiff stieß bei der Ausfahrt aus der Schleuse Parchim gegen das Hubtor. Quelle: Jens Büttner/dpa
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Parchim

Dem Flusskreuzfahrtschiff „Gretha van Holland“ droht nach einer Unfallserie das Aus für die gesamte Saison auf der Müritz-Elde-Wasserstraße. Wie ein Wasserschutzpolizei-Sprecher am Sonntag erklärte, muss das etwa 40 Meter lange Schiff nach insgesamt drei Unfällen in einer Woche aufgrund einer „Festlegeverfügung“ vorerst in Parchim bleiben. Die Umstände des letzten Unfalls vom Freitagabend sind noch unklar.

Unfall trotz Polizeibegleitung

Bei der Ausfahrt aus einer Schleuse in Parchim war die „Gretha van Holland“ gegen das Hubtor gestoßen. Dabei wurde das Steuerhaus, das nicht weit genug heruntergefahren war, zerstört. Das Schleusentor wurde beschädigt, Menschen wurden nicht verletzt. Der Flusskreuzfahrer war ohne Passagiere unterwegs und hatte nach zwei Unfällen vor wenigen Tagen bei Grabow nur noch eine Sondergenehmigung – und sogar schon Polizeibegleitung. Das Polizeiboot, das hinter der „Gretha van Holland“ fuhr, passte aber nicht mit in die Schleuse.

Das Problem für die Schifffahrt: Die Müritz-Elde-Wasserstraße ist derzeit die einzige schiffbare Verbindung von der Müritz nach Berlin, weil der Wasserweg von der Müritz südlich über die Havel wegen einer Schleusenbaustelle in der Uckermark noch bis August gesperrt ist. Das Schiff liegt nun fest in Parchim und warte auf die Reparatur. Die Schleuse konnte mit Hilfe von Tauchern bis Samstagfrüh wieder repariert und gestartet werden. Man habe alles daran gesetzt, die Müritz-Elde-Wasserstraße durchgängig schiffbar zu halten, teilt das Wasser- und Schifffahrtsamt mit.

Falscher Tiefgang angegeben

Das aus Holland stammende Schiff fährt seit Jahren zwischen Schwerin, Plau, der Müritz und Berlin hin und her – mit bis zu 23 Fahrgästen. Vor wenigen Tagen war es an einer Schleuse gegen Befestigungen gerammt, danach fuhr es sich bei Grabow (Ludwigslust-Parchim) ganz auf dem Grund fest.

Bei einer Vermessung kam dann heraus, dass die „Gretha van Holland“ statt der zugelassenen 1,20 Metern Tiefgang ohne Gäste und Gepäck 1,40 Meter Tiefgang hat. Das Schiff kam bei Grabow nach einer Wasser-Anstauung zwar wieder frei, musste aber mehrere Tage stoppen. Das Amt untersagte den Betreibern wegen des zu großen Tiefgangs vorerst, mit Passagieren auf der Müritz-Elde-Wasserstraße oder nach Schwerin zu fahren. Es bekam aber eine Erlaubnis für eine Fahrt zu einer Werft an den großen Mecklenburger Oberseen, wo die Wasserwege tiefer sind.

Holländisches Schiff, polnischer Eigner, tschechische Besatzung

Dabei ereignete sich nun der Unfall in Parchim. Es sei unklar, wie das Schiff bei diesem Tiefgang so lange fahren konnte, hatte der Leiter des Amtes in Lauenburg, Tilman Treber, erklärt. Was nun mit dem Schiff passiert, soll zu Wochenbeginn mit den Betreibern besprochen werden. Die Verständigung sei problematisch, denn die „Gretha van Holland“ hat laut Wasserschutzpolizei Papiere aus Holland, eine tschechische Besatzung und gehört inzwischen polnischen Reedern.

Winfried Wagner/dpa

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