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Nachrichten Die fragwürdigen Präsidenten des Verfassungsschutzes
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14:01 14.09.2018

Die fragwürdigen Präsidenten des Verfassungsschutzes

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Otto John (1950 – 1954): Der ehemalige britische Geheimdienstler Otto John war der erste Präsident des Verfassungsschutzes – und sorgte für einen der ersten großen Skandale der jungen Bundesrepublik Deutschland. Nach vier Jahren an der Spitze der Behörde wechselte er offenbar die Seiten und reiste in die DDR – das wurde von vielen Bürgern und Politikern als Landesverrat gewertet. Als John im Jahr 1955 überraschend in den Westen zurückkehrte, wurde er zu vier Jahren Haft verurteilt. Bis zu seinem Tode in 1997 beteuerte er, dass es sich bei der Reise um eine Entführung gehandelt habe – beweisen konnte er es jedoch nicht.

Quelle: wikipedia

Hubert Schrübbers (1955 – 1972): Während das Präsidentenamt in der Behörde von Hubert Schrübbers bewohnt wurde, wurden auffällig viele Positionen im Amt von ehemaligen SS-Funktionären besetzt. Das Ganze fiel allerdings erst richtig auf, als Schrübbers Vorgeschichte bekannt wurde: In der NS-Zeit war der Jurist für zahlreiche Klagen gegen jüdische und ausländische Menschen verantwortlich. Er zog die Konsequenzen und trat in 1972 von seinem Amt zurück.

Quelle: picture-alliance / dpa

Günther Nollau (1972 -1975): Der einstige Vizepräsident des Verfassungsschutzes übernahm schließlich die Führung der Behörde, wenn auch nur für kurze Zeit. Denn Günther Nollau und Willy Brandt haben etwas gemeinsam – der Anlass für ihren Rücktritt war der größte Spionageskandal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Nollau soll demnach Informationen über die Spionagetätigkeit von Günter Guillaume im Kanzleramt zu lange für sich behalten haben – das Ganze endete in seinem frühzeitigen Ruhestand.

Quelle: Heinz Wieseler/ dpa
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