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Kultur 55. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“: Elf erste Preise für Musiker aus MV
Nachrichten Kultur 55. Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“: Elf erste Preise für Musiker aus MV
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05:50 25.05.2018
Belegten alle drei einen ersten Platz beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2018 in Lübeck: Meret Louisa Vogel (13), Karen Geisler (18) und Chioma Susanna Eyermann (17,v.l.) mit Querflötenlehrerin Sabine Franz (hinten) vom Rostocker Konservatorium.
Belegten alle drei einen ersten Platz beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2018 in Lübeck: Meret Louisa Vogel (13), Karen Geisler (18) und Chioma Susanna Eyermann (17,v.l.) mit Querflötenlehrerin Sabine Franz (hinten) vom Rostocker Konservatorium. Quelle: privat
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Lübeck

Die besten jungen Musiker Deutschlands hatten sich eine Woche lang im musikalischen Wettbewerb gemessen und in Lübeck insgesamt 600 Stunden hochkarätige Musik geboten. Unter den Teilnehmern waren auch 66 Musiktalente aus MV, die insgesamt elf erste Preise nach Hause holten.

„Ich habe es besonders genossen“

„Für mich ist es in diesem Jahr das letzte Mal, dass ich bei ’Jugend musiziert’ mitmachen kann, deswegen habe ich es besonders genossen“, sagt Karen Geisler aus Rostock. Und das auch noch sehr erfolgreich: Die 18-Jährige erreichte in der Solowertung mit der Querflöte den ersten Preis. Ähnlich erfolgreich schnitten auch ihre Freundinnen Chioma Susanna Eyermann (17), Meret Louisa Vogel (13, alle Querflöte) und Juliane Stefan (Musical, 21) vom Rostocker Konservatorium ab.

Kein Wunder also, dass Querflötenlehrerin Sabine Franz allen Grund zur Freude hatte: „Ich bin völlig aus dem Häuschen. Dass von neun Teilnehmern des Konservatoriums gleich vier einen ersten Preis erreichen, ist auch für uns etwas Besonderes“, betont sie. Für Karen Geisler ist es bereits das dritte Mal, dass sie beim Bundeswettbewerb dabei ist. „Im vergangenen Jahr haben wir als Trio gespielt, aber solo ist der Druck natürlich größer. Ích war schon aufgeregt“, verrät sie. Auch wenn es in diesem Jahr der letzte Bundeswettbewerb für sie war, will sie weiterhin Musik machen. „Ich möchte auf jeden Fall Musik studieren“, sagt sie. „Das Ergebnis hat mich noch mal darin bestärkt.“

Veranstalter will wieder nach Lübeck kommen

Auch für die Veranstalter war es ein positives Wochenende: Ihnen gefiel es in Lübeck so gut, dass sie wiederkommen wollen. „Die Hansestadt geht als ideale Gastgeberin in die Jugend-musiziert-Annalen ein“, schwärmt Susanne Fließ vom Organisationsteam. 30 Veranstaltungsorte, fußläufig zu erreichen, dazu acht Tage Sonnenschein – das hat nicht nur den Veranstaltern, sondern auch den 2600 Teilnehmern und etwa 6000 „Schlachtenbummlern“ gefallen.

Finale mit Abschlusskonzerten

In der Rotunde der Musik- und Kongresshalle Lübeck konnten sich Besucher gestern beim Finale noch einmal vom Können der Jungmusiker überzeugen. Dabei gab es beim Abschlusskonzert gleich mehrere Überraschungen. Da war zum Beispiel eine Familie aus Krefeld: sechs Kinder, sechs Streichinstrumente. Sie spielten aus dem Sextett opus 18 von Johannes Brahms, wurden dafür mit dem Sonderpreis für Familien-Ensembles belohnt. Oder eine Gruppe von acht Cellisten aus Süddeutschland, volltönend mit Brasilianischem von Heitor Villa-Lobos. Loreen Sima, Jahrgang 2001, überraschte mit einer Eigenkomposition mit dem E-Bass. Dazu gab es Brahms, Penderecki. Strawinsky und viele weitere Highlights.

66 Teilnehmer aus MV spielten Lübeck

Insgesamt hatten sich 66 Teilnehmer aus MV für den 55. Bundeswettbewerb qualifiziert, davon bekamen acht in den Solowertungen den ersten, elf den zweiten und 13 den dritten Preis. Bei den Gruppenwertungen gab es für MV dreimal den ersten Preis, dreimal den zweiten und zehnmal den dritten Preis. Die Höchstpunktzahl von 25 erreichten für MV Meret Louisa Vogel aus Rostock, Amelie Möbius und Eva Gasparyan aus Schwerin (alle Querflöte) sowie Alexander Prill (Saxofon) aus Schwerin. Der 56.Bundeswettbewerb findet 2019 in Halle statt.

Stefanie Büssing

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