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Kultur Ahrenshoop: So erfolgreich war die Winterauktion auch ohne Saalpublikum
Nachrichten Kultur

Ahrenshoop: 5. Winterauktion steigert Ergebnis auf 350.000 Euro

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15:58 31.12.2021
Erzielte mit 24.000 Euro den höchsten Preis: Das Bild von Rudolf Bartels (1872 Schwaan bis 1943 Rostock), Stillleben mit Hyazinthen (Öl auf Malkarton, um 1923, signiert).
Erzielte mit 24.000 Euro den höchsten Preis: Das Bild von Rudolf Bartels (1872 Schwaan bis 1943 Rostock), Stillleben mit Hyazinthen (Öl auf Malkarton, um 1923, signiert). Quelle: ROBERT DAEMMIG
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Ahrenshoop

Die Ahrenshooper Winterauktion hat am 30. Dezember ihre fünfte Auflage erlebt. Pandemiebedingt fand die Veranstaltung erneut ohne Publikum statt. Die Resonanz war dennoch groß. „Wir hatten eine sehr rege Beteiligung über Vorgebote, Telefone und das Internet“, berichtet Auktionator Robert Dämmig. „Es kam es zu spannenden Gefechten zwischen den zahlreichen Bietern.“

Im Gesamtergebnis habe die 5. Ahrenshooper Winterauktion im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich zulegen, so betrug die Nettozuschlagsumme am Ende des Auktionsabends über 350 000 Euro. Von 127 Losen wurden am Auktionsabend 120 Lose zugeschlagen, was einer Quote von 94,5 Prozent entspricht.

Stillleben erhält höchsten Zuschlag

Den höchsten Zuschlag des Abends erhielt ein Stillleben des Malers Rudolf Bartels aus dem Jahr 1923. „Dieses beeindruckende Werk war einem Telefonbieter aus den USA 24.000 Euro wert und verdoppelte damit die ursprüngliche Taxe von 12 000 Euro“, so Dämmig.

Eine Zeichnung des New Yorkers Lyonel Feininger konnte seine ursprüngliche Taxe von 6000 Euro auf 15 000 Euro steigern und somit mehr als verdoppeln. Eine kleinformatige Radierung Feiningers steigerte die ursprüngliche Taxe von 1000 auf 9000 Euro also um das Neunfache.

Bleistiftzeichnung von Lyonel Feininger (1871 - New York - 1956): "Frau am Landweg, Rügen" (Woman on Path, Rügen, Bleistift auf Papier, 1901) Quelle: ROBERT DAEMMIG

Paul Müller-Kaempff erreichte mit seinem „Ein Frühsommertag“ 18 000 € und verdreifachte somit den festgesetzten Preis. Eine kleine Farbzeichnung von Müller-Kaempff schaffte es auf 6500 Euro.

Künstlerkolonie Nidden

„Sehr positiv waren auch die Zuschläge für die Künstler aus dem Umfeld der Künstlerkolonie Nidden“, sagt Robert Dämmig. Zu nennen sei hier unbedingt Carl Knauf, der – erstmalig in einer Auktion – einen Zuschlag in Höhe von 10 000 Euro erhielt.

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Erfreulich seien zudem die Zuschläge für den Dresdner Max Uhlig – 11 000 Euro, für den 1971 in New York verstorbenen Jochen Seidel – 8000 Euro, für ein kleines expressives Bauhaus-Blatt Karl Peter Röhls aus dem Jahr 1920 – 5500 Euro, für eine abstrakte Winterlandschaft Hans Kinders – 5500 Euro und für ein sensibles Aquarell Edmund Kestings – 6000 €.

Zuschläge und Nachverkauf unter www.ahrenshoop-kunstauktion.de

Von OZ