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Kultur Musiker-Legende Art Garfunkel: Sein Sohn lebt in Parchim
Nachrichten Kultur Musiker-Legende Art Garfunkel: Sein Sohn lebt in Parchim
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15:14 27.10.2019
Sänger Art Garfunkel trat am Sonnabend vor 2300 Besuchern in der Rostocker Stadthalle auf. Quelle: Ove Arscholl
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Rostock

Einen Auftritt mit und ohne Höhen hat Musikerlegende Art Garfunkel am Sonnabend in Rostock zum Auftakt seiner Deutschland-Tournee abgeliefert. Klassiker wie „Scarborough Fair“ und „Bright Eyes“ begeisterten zwar die rund 2300 Besucher in der Stadthalle. Allerdings machte der 77-Jährige teilweise auch einen gebrechlichen Eindruck und traf vor allem viele hohe Töne – eigentlich sein unverwechselbares Markenzeichen – überhaupt nicht, etwa beim Superhit „The Boxer“.

Mehrere Titel sang Art Garfunkel auch nicht selbst, sondern überließ das Mikrofon seinem – vorher nicht angekündigten – Sohn Arthur junior. Am Ende des nur rund einstündigen Auftritts spendeten die überwiegend angegrauten Besucher dennoch freundlich Beifall.

Nach wenigen Liedern übernahm der Sohn

Das Konzert hatte schon ungewöhnlich begonnen: Punkt 20 Uhr wurden die Türen geschlossen, weil der Künstler nicht wollte, dass nach Beginn noch Zuschauer hereinkommen und stören, erklärten die Ordner. Dann schleppte sich Art Garfunkel zum Mikrofon. Bei „the Boxer“ wurde deutlich, dass es mit der glockenklaren Stimme, die ihn einst im Duo mit Paul Simon weltberühmt gemacht hatte, nicht zum Besten stand.

Nach wenigen Liedern übergab Art dann an seinen Sohn Arthur. Der hatte es nicht weit nach Rostock, der 28-Jährige lebt abwechselnd im mecklenburgischen Parchim und in Berlin. Während sein Sohn sang, drehte ihm Art Garfunkel teilweise den Rücken zu und hielt sich wie ein angeschlagener Boxer am Geländer der Bühnentreppe fest. Schließlich übernahm er wieder, doch schon nach einer halben Stunde verkündete er plötzlich eine 20-minütige Pause.

Peinlich: Mitklatschen bei „Sound of Silence“

Nach der Pause wurde es richtiggehend skurril: Sohn Arthur sang unter anderem das Lied „That’s Amore“ von Dean Martin. Das machte er zwar nicht schlecht, stilistisch passte es aber absolut nicht zu den lyrisch-sanften Hits seines Vaters.

Der wiederum punktete bei seinen Fans mit seinem Solo-Hit „Bright Eyes“. Auch „Sound of Silence“ sang Art Garfunkel virtuos wie gewohnt, allerdings nervte hier ein treibender Beat, der das Publikum fatalerweise zum Mitklatschen einlud – ausgerechnet beim „Geräusch der Stille“, wie der Titel auf Deutsch heißt.

„Nicht mehr 20, aber noch gut in Schuss“

Wie sehr er um dei hohen Töne ringen musste, machte Art Garfunkel bei einigen Liedankündigungen klar: Bei „For Emily“ sagte er vorher: „Das ist ganz schön hoch, mal sehen, ob ich es hinkriege.“ Auch bei „Bridge over troubled water“ haperte es trotz der Unterstützung durch Arthur. Der betonte nach dem Konzert im Gespräch mit der OZ, dass sein Vater durchaus noch fit für so eine Konzerttournee sei: „Er ist zwar nicht mehr 20, aber er ist noch gut in Schuss. Da steckt immer noch Herzblut drin.“

Am Montag geht die Deutschlandtour in Hamburg weiter, am 29. Oktober singt Art Garfunkel in Frankfurt am Main, am 31. in Cottbus. Es folgen Chemnitz, Dresden und München.

Von Axel Büssem

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