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Kultur Auf dem Weg in den Abgrund
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06:00 28.08.2019
Depressionen am Klavier: David (Louis Hofmann). Quelle: X-Verleih
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Hannover

Der erst 22-jährige Louis Hofmann ist ein schauspielerisches Ausnahmetalent – aber keines, das laut über die Leinwand fegt. Er gehört zu den Sanften und Zurückhaltenden, die leise, aber nachhaltig Präsenz zeigen, was ihn wohl auch für die deutsche Netflix-Serie „Dark“ empfahl. Schon als 16-Jähriger umwehte ihn in im düsteren Kinodrama „Freistatt“ eine Aura von Traurigkeit und Verletzlichkeit – und diese begleitet ihn auch in Sabrina Sarabis berührendem Kinodebüt „Prélude“.

Hofmann spielt den 19-jährigen David, der mit Begeisterung sein Studium an einem renommierten Musikkonservatorium beginnt und von einer Karriere als Konzertpianist träumt. Doch dann scheitert er trotz großer Begabung und ausgeprägtem Ehrgeiz an den eigenen hohen Ansprüchen, an Leistungsdruck, Lebensangst und Frust.

Hoffnung glimmt auf, als er sich in die selbstbewusste Gesangsstudentin Marie (Liv Lisa Fries, „Babylon Berlin“) verliebt. Sie findet kurzfristig Gefallen an dem scheuen Naivling, gleichzeitig aber flirtet sie auch mit ihrem Mitbewohner (Johannes Nussbaum). Dass der nicht nur in der Liebe, sondern auch im Wettstreit um ein New Yorker Stipendium Davids Konkurrent ist, kompliziert die Beziehung zusätzlich.

Stationen bis zum Kontrollverlust

Die deutsch-ungarisch-iranische Drehbuchautorin und Regisseurin Sarbi lässt sich Zeit für die Entwicklung der Figuren. Sie beleuchtet in Momentaufnahmen die Stationen bis zum Kontrollverlust, der sich in immer kühleren Farben ankündigt, im schnellen Wechsel von Hell und Dunkel und einem suggestiven, wenn auch etwas gefälligem Sounddesign. Es tut richtiggehend weh, dem phänomenalen Hofmann in seiner Zerrissenheit und Verlorenheit auf dem Weg in den Abgrund zuzuschauen.

Prélude“, Regie: Sabrina Sarabi, mit Louis Hofmann, Liv Lisa Fries, Johannes Nussbaum, 95 Minuten, FSK 12

Von Margret Köhler / RND

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