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Kultur Bosse in Schwerin: Tanzbär und Frauenversteher
Nachrichten Kultur

Axel Bosse spielte am 31. Januar in Schwerin

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17:09 01.02.2020
Der Sänger Bosse (Mitte) am 31. Januar vor rund 3000 Besuchern in der Sport- und Kongresshalle in Schwerin. Quelle: Ove Arscholl
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Schwerin

Der Mann ist ein Frauenversteher. Axel Bosse, kurz Bosse genannt, zieht vorwiegend ein weibliches Publikum an, wie man am Freitagabend in Schwerin beobachten konnte. Geschätzte zwei Drittel der rund 3000 Besucher, die am Freitagabend in die dortige Sport- und Kongresshalle gekommen waren, stellte das weibliche Geschlecht. Und klar ist auch: Bosse scheint immerzu in Feierlaune zu sein, auch in diesem Fall: Rund zwei Stunden lang absolvierte er ein schweißtreibendes Bühnenprogramm, dabei eine zuverlässige Band im Rücken. Schwerin war Station auf Bosses „Alles ist jetzt Tour“.

Ein Popmusiker mit Haltung

Und die Frauenversteherei, die ist vor allem in den Texten ablesbar. Nicht nur die, die in den Songs vorkommen, auch die kleinen Geschichten, die Bosse zwischendurch zum Besten gibt. Wenn Bosse von seinem Heimatdorf oder von entspannten Abenden am Wasser erzählt, dann kann da jede Zuhörerin anknüpfen, fast jeder Zuhörer übrigens auch. Und wenn Bosse über seine eigenen Erfahrungen singt, dann so, dass sie jeder im Publikum nachvollziehen kann. Politisch steht Bosse links von der Mitte, wie er anklingen ließ. Er möchte seine Haltung aber nicht als politischer Liedermacher ausdrücken, sondern findet einen subtileren Weg, so wie zum Beispiel im Song „Die Befreiung“, einem Lied, das von purer Lebenslust und Toleranz getragen wird.

Deutschpop für die Mittelschicht

Die Basis von Bosses aktueller Tour ist die letzte Platte „Alles ist jetzt“, die 2018 erschienen ist. Daraus kamen unter anderem Titel wie „Hallo Hometown“, „Robert de Niro“ und „Wanderer“ ins aktuelle Bühnenprogramm. Daneben natürlich Bosse-Klassiker wie „Istanbul“, „3 Millionen“ und „Schönste Zeit“. Meistes so dargeboten, dass das Publikum im Tanzmodus bleiben konnte. Musikalisch ist das Werk von Axel Bosse nicht sonderlich experimentell, geboten wird solider Deutschpop für die obere untere Mittelschicht, auch mal durch Cello und Trompete aufgewertet.

Zwei Stunden lang ein lustiger Tanzbär

Der inzwischen 40-Jährige bleibt sich treu. Es ist diese Mischung aus jungenhafter Deutschrocker, ein bisschen Rockrebell und lustiger Tanzbär, mit der Bosse auch in Schwerin überzeugte. Und was im deutschen Showgeschäft recht selten ist: Axel Bosse ist uneitel, er macht sich und auch dem Publikum nichts vor, er bleibt glaubwürdig und hatte auch noch das Glück, auf diese Weise erfolgreich zu werden. Bosse ist einfach der nette Typ aus der Nachbarschaft, der allen was zu erzählen hat. So bleibt er mit dem Publikum immer auf Augenhöhe.

Über zwei Stunden spielte Axel Bosse mit seiner Band am 31. Januar in der Sport- und Kongresshalle Schwerin

Die Partystimmung in Schwerin hielt bis zum Schluss. Und bis zum Konzertende hüpfte Bosse wie ein Gummiball über die Bühne, es gab nur eine kleine Unterbrechung, weil sich einer seiner Schuhe aufgelöst hatte. Kein Wunder.

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