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Kultur Die „glorreichen Sieben“ – von Bach und Strawinsky!
Nachrichten Kultur Die „glorreichen Sieben“ – von Bach und Strawinsky!
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12:52 15.05.2019
Ekkehard Ochs. Quelle: Frank Söllner
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Rostock

Der guten Dinge waren nicht drei, sondern sieben! So zu erleben beim Bachfest in Rostock, wo vorgestern im Barocksaal 30 Studenten der Hochschule für Musik und Theater Rostock (HMT) des Meisters sechs „Brandenburgische Konzerte“ präsentierten und Igor Strawinskys ihnen nachempfundenes Kammerorchesterwerk „Dumbarton Oaks“ gleich mit: also „Sieben Brandenburgische Konzerte“.

Zweieinhalbstündiger instrumentaler Marathon

Das Ganze als gut zweieinhalbstündiger instrumentaler Marathon, der sicher zu den denkwürdigsten Ereignissen des Bachfestes gezählt werden dürfte. Zum einen als Komplett-Dokumentation einmalig originellen konzertanten Orchesterkomponierens in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, zum anderen als künstlerisches Ereignis von hohem Rang. Leider müssen angesichts gewaltiger „Materialfülle“ reizvolle Details unerwähnt bleiben. So genüge das Fazit eines fesselnden Gesamteindrucks, für den der Bachspezialist, Cembalist und Dirigent Hansjörg Albrecht aus München verantwortlich zeichnet. Er hat ein Ensemble geformt, das den Eindruck vermittelt, nie anderes als Bach musiziert zu haben.

Ungewohnte Klangkontraste

Nicht bloß gespielt, sondern stilkompetent „musiziert“. Was nicht weniger besagt, als eine entscheidende, „musiksprachliche“ Aufgabe gelöst und den Tönen die seinerzeit selbstverständliche Prägnanz und Kraft einer „Rede“ verliehen zu haben. Und die einer nicht nur in den beseelten langsamen Sätzen gefühlvollen, affekthaften dazu! So gesehen, hatten die mit jugendlicher Verve und im solistischen wie im Ensemblespiel technisch so sicher wie musikantisch hinreißend musizierenden Interpreten viel mitzuteilen. Eine dynamisch akribisch abgestufte Gestaltungsvielfalt, ungewohnte Klangkontraste und eine nicht weniger markante, federnd leicht empfundene und stringente Artikulation.

Zusammen mit raschen Tempi und einer „barocken“ Spielweise – andere Bögen, andere Bogenhaltung, andere Klanglichkeit, kein Vibrato – ergab das eine belebende Frische und Lockerheit – auch beim musikantisch nicht weniger überzeugenden Strawinsky. In Erinnerung bleibt ein in seiner kraftvollen Diesseitigkeit glücklich machender Abend.

Ekkehard Ochs

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