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Kultur Musikalische Party im Auftrag des Herrn
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20:06 30.06.2019
Elwood Blues (Alexander von Säbel, l.) und Jake Blues (Özgür Platte) bei der Premiere von "Blues Brothers" am 29. Juni in der Halle 207 in Rostock. Quelle: Dorit Gätjen
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Rostock

Eine Adaption ist eigentlich schwierig. Viele Filmszenen aus „Blues Brothers“ (1980) haben sich derartig eingebrannt, dass der Zuschauer die fertigen Bilder bereits im Kopf hat. So arbeitet diese Inszenierung mit eigens dafür gedrehten Filmszenen, die die Handlung an Anfang in Schwung bringen. Außerdem bekommt man das Bluesmobil, das im Film eine wichtige Rolle spielt, nicht ohne Weiteres auf die Bühne. Alles weitere besorgen dann Elwood Blues (Alexander von Säbel, l.) und Jake Blues (Özgür Platte) selbst.

Anspielungen auf Rostock

Die Blues Brothers - die 5000 Dollar besorgen müssen, um ein Waisenhaus vor der Schließung zu bewahren - wollen ihre alte Band wieder zusammenbringen, um diese Summe einzuspielen. Der Weg dorthin ist weit und steinig, aber da die Blues Brothers im Auftrag des Herrn unterwegs sind, bekommen sie immer von irgendwoher Hilfe. Eine Aufgabe, der sich Jake und Elwood Blues mit Hingabe widmen, kein Wunder, dass sogar der Vatikan den Film inzwischen als „katholischen Klassiker“ bezeichnet. Bis zum abschließenden Konzert in der „Shipyard Hall 207“ (nette Rostock-Anspielung) haben die Blues Brothers zahlreiche Abenteuer bestehen. Prägend ist zum Beispiel die Szene in „Bob’s Country Bunker“, als die Band hinter einem Gitter spielt.

Großes Ensemble

Die Blues Brothers haben eine musikalische Mission, die sie auch in Rostock erfüllen. Die Inszenierung von Stephan Brauer stützt sich auf ein großes Ensemble, in diesem Fall natürlich auf Mitwirkende, die singen und tanzen können, dabei auch die Tanzcompagnie des Volkstheaters und der Kinder- und Jugendchor der Singakademie Rostock e. V. Und von den Sängerinnen ist Shandra Konzok hervorzuheben, die unter anderem die Rolle als Aretha Franklin mit starker Stimme füllt, auch Dennis Oliver Batchelor, der zum Beispiel James Brown und Ray Charles stark verkörpert.

Bewährte Klassiker

Nicht zu vergessen die Band. Unter der Leitung von Keyboarder John C. Carlson (der sich in den Inszenierungen mit Benjamin Köthe ablöst) spielen die Musiker die bewährten Klassiker aus dem Blues-Brothers-Repertoire und noch ein bisschen mehr. Am Ende wurde es in der Halle 207 eine musikalische Party, mit Krachern wie „Johnny B. Goode“, „Soul Man“, „Sittin’ on the Top of the Bay“, „I Heard it Through the Grapevine“, „Jailhouse Rock“ und natürlich „Everybody Needs Somebody to Love“. Das Konzert am Ende der Vorstellung nahm ein gefühltes Drittel des Inszenierung ein – zu Recht. Am Ende tanzt auch das Publikum. Mission erfüllt.

Die nächsten Vorstellungen: 3.7., 4.7., 6.7. und 7.7., immer um 19.30 Uhr in der Halle 207.

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Thorsten Czarkowski

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