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Kultur Das letzte Bild ist noch nicht im Kasten
Nachrichten Kultur Das letzte Bild ist noch nicht im Kasten
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10:48 08.08.2015
Die Kamera ist auch heute der ständige Begleiter des inzwischen 80-jährigen Fotografen Harry Hardenberg. Foto: Stefan Sauer
Die Kamera ist auch heute der ständige Begleiter des inzwischen 80-jährigen Fotografen Harry Hardenberg. Foto: Stefan Sauer Quelle: Stefan Sauer
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Stralsund

Was ist es, was ihn an der Fotografie so fasziniert? Für Harry Hardenberg aus Stralsund gibt es darauf nur eine Antwort: „Fotografie hat mein Leben verändert. Und wenn du dich für eine Sache entschieden hast, dann wirst du sie nicht mehr los.“

Die Entscheidung fiel mit 21. Gelernt hatte er Maler. Doch nach den ersten Experimenten mit einer Pouva Start, einer einfachen Kamera für Rollfilme, hatte er Blut geleckt. Dass er sich innerhalb der nächsten sechs Jahrzehnte einen Namen in der Branche erobern und „ein Zeitporträt Stralsunds“ schaffen würde, wie der Historiker Hans-Joachim Hacker sagt, hat er damals sicher nicht geahnt.

„Es hat sich so ergeben“, sagt Harry Hardenberg heute. Aber, dass es sich so ergab, dafür sind zwei Dinge wichtig gewesen. Zum einen hat er immer selbstbewusst an sich geglaubt und auch die nötige Energie aufgebracht. Zum anderen hat er Leute getroffen, die ihn förderten. Nur so sei es ihm gelungen, dass er zum Beispiel mit seiner „kühnen Bewerbung“ an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig angenommen wurde. Später sei er dann oft zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen. Doch das allein genüge nicht. „Man muss das Bild auch sehen.“

Genau so entstand wohl eines seiner preisgekrönten Werke: Die Auszeichnung. Ein Bild, das in der IX. Kunstausstellung der DDR 1982 in Dresden gezeigt, für das Marx-Engels-Forum Berlin 1986 in Stahl gebrannt und nach der Wende auch vom „Stern“ gedruckt wurde.



Marlies Walther

Ribnitz-Damgarten - Heute Kunstfest in Ribnitz
08.08.2015