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Nachrichten Kultur Ed Sheeran schaut Sheeran-Doku mit Fans auf Berlinale
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10:54 24.02.2018
Kurz vor Abschluss der Berlinale schaute sich der Sänger Ed Sheeran gemeinsam mit zahlreichen Fans eine Dokumentation über ihn selbst an. Quelle: Jens Kalaene
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Berlin

Popstar Ed Sheeran hat der Berlinale kurz vor dem Abschluss Star-Glamour gebracht. Gemeinsam mit zahlreichen Fans schaute der 27-Jährige am Freitagabend im Friedrichstadt-Palast die Weltpremiere der Dokumentation „Songwriter“, die sein Cousin Murray Cummings über ihn gedreht hat.

Vor Beginn der Vorstellung nahm sich der Sänger auf dem roten Teppich Zeit, um mit den bei frostigen Temperaturen wartenden Fans zu posieren, Selfies zu schießen und Autogramme zu schreiben.

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Zum ersten Mal brandete Jubel auf, als Sheeran und sein Cousin dann kurz vor Filmstart auf die Bühne gerufen wurden. Es sollte nicht das letzte Mal bleiben.

Das Porträt über den Superstar ist ein 80-minütiger Blick hinter die Kulissen seines künstlerischen Schaffens. Es zeigt den Briten und seine Crew an verschiedenen Orten der Welt während der Arbeit für sein drittes Studioalbum „Divide“ - Gitarre und Studio-Equipment immer in Reichweite.

Der Film ist vor allem etwas für eingefleischte Fans und solche, die einmal beobachten möchten, wie ein Song so im Laufe der Zeit entsteht: von ersten Versuchen auf der Gitarre samt Textfindung bis hin zur Aufnahme im Studio. All das zeigt „Songwriter“.

Jubel gab es bei der Szene, in der die Zuschauer die Aufnahme von Sheerans Hit „Perfect“ in den berühmten Londoner Abbey Road Studios verfolgen können. Sheeran singt das Lied ein und wird vom Orchester begleitet - ein Gänsehautmoment.

Was erfährt man sonst noch über Ed Sheeran? Vielleicht, dass er in quasi jeder Situation Musik machen kann: im Tourbus, früh morgens auf der Terrasse beim Teetrinken, liegend auf dem Bett oder an Bord eines Kreuzfahrtschiffs. Bevorzugtes Outfit: bequeme Jogging- und Pyjamahosen sowie Kapuzenpullis.

Zwar ist zwischendurch auch mal seine Freundin Cherry Seaborn zu sehen, sein Bruder Matthew oder sein Vater John. Allzu privat wird es aber nicht - einmal abgesehen von einigen Einspielern aus Kinder- und Jugendtagen. Sie zeigen den heutigen Superstar ganz zu Beginn seiner Musik-Karriere, etwa wenn er sich beim Üben Markierungen auf die Tasten des Klaviers macht, aber auch beim Sport oder Schulaufführungen.

Der Film war ganz offensichtlich nach dem Geschmack des Publikums, das zum großen Teil aus eingefleischten Anhängern bestand. Sheeran rief an seinen Cousin gewandt: „Ich könnte stolzer nicht sein“ - und warf beim Abgang zum Dank sein eben erhaltenes Blumensträußchen gleich wieder in die Zuschauerränge.

Zuvor hatte der Popstar bei der internationalen Pressekonferenz schon über den Film gesprochen und seine Einstellung in Sachen Kino beschrieben: „Es ist ein wenig wie mit dem Essen.“ Manchmal müsse es eine gute Mahlzeit sein, manchmal reiche aber auch Fast-Food. „Ich bin wirklich kein Snob, wenn es um Filme geht“, so der 27-Jährige. Starrummel hat es vor allem zu Beginn der Berlinale gegeben, als etwa „Twilight“-Star Robert Pattinson für Kreischalarm bei den Fans sorgte.

Ehe an diesem Samstagabend die Gewinner der Bären-Trophäen feststehen, werden bereits erste Preise vergeben: So geht der Teddy Award in diesem Jahr an den brasilianischen Spielfilm „Tinta Bruta“, der in der Reihe Panorama läuft. Der queere Filmpreis würdigt Werke aus dem gesamten Programm des Berliner Festivals.

dpa

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