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Kultur Edie – Für Träume ist es nie zu spät: Hoch hinaus mit 80 Jahren
Nachrichten Kultur Edie – Für Träume ist es nie zu spät: Hoch hinaus mit 80 Jahren
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12:16 14.05.2019
Es geht wieder bergauf mit ihr: Edie (Sheila Hancock) wandert sich frei. Quelle: Foto: Weltkino
Hannover

Der Suilven mag mit seinen 731 Metern kein Riese sein. Doch den recht steilen Berg in den schottischen Highlands zu besteigen, ist nicht ohne. Erst recht, wenn man bereits die 80 überschritten hat.

Die 83-jährige Edie, der die Abschiebung in ein Altenheim droht, hat sich trotzdem in den Kopf gesetzt, den Aufstieg zu wagen.

Edie hatte diesen Traum schon früher. Da wollte sie die Tour mit ihrem geliebten Vater machen. Doch ihr weniger geliebter Mann hatte das damals zu verhindern gewusst. Bald darauf erlitt ihr Gatte einen Schlaganfall. Bis zu seinem Tod hat Edie ihn 30 Jahre lang gepflegt.

Edie trifft bei ihrer Bergtour auf den jungen Kletterer Jonny

Und nun ist Edie frei – und stößt vor Ort mit ihrer altertümlich anmutenden Ausrüstung auf den jungen Jonny, den sie schließlich als Trainer und Bergführer verpflichtet.

Die Story von der späten Erfüllung eines Traums bietet wenig Neues. Auf dem Weg zum (Gipfel-)Glück wandelt Regisseur Simon Hunter auf Pfaden, die schon andere gegangen sind. Die besonderen Reize seines Films liegen in den großartigen Landschaftsaufnahmen.

Sheila Hancock ist als eigenwillige Edie so schroff wie die Bergregion

Und im Spiel der Hauptdarstellerin. Sheila Hancock wirkt als eigenwillige Seniorin bisweilen so schroff wie die Suilven-Region. Das bewahrt Hunters Werk vor drohender Sentimentalität. Und auch davor, dass sich die freundschaftliche Beziehung zwischen der betagten Dame und dem Jungspund, der sich – quasi als Edies Spiegelbild – gegenüber seiner ehrgeizigen Freundin behaupten lernen muss, allzu glatt entwickelt.

Das Resultat ist ein Feelgood-Movie mit einigen willkommenen Widerhaken.

„Edie – Für Träume ist es nie zu spät“, Regie: Simon Hunter, mit Sheila Hancock, Kevin Guthrie, 102 Minuten, FSK 0

Von Jörg Brandes/RND

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