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Kultur Ein Geschenk fürs Koeppenarchiv
Nachrichten Kultur Ein Geschenk fürs Koeppenarchiv
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06:34 05.10.2015
Philip Koch präsentiert im Wolfgang-Koeppen-Archiv die Widmung Jakob Littners in dem 1948 erschienen Band „Erinnerungen aus dem Erdloch“. Quelle: Eckhard Oberdörfer
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Greifswald

Das Wolfgang-Koeppen-Archiv konnte ein wertvolles Buch in seinen Bestand aufnehmen. Das Ehepaar Keller hat den Greifswaldern eine Erstausgabe der 1948 im Münchener Verlag Herbert Kluger erschienenen „Aufzeichnungen aus einem Erdloch“ geschenkt. Die Auflage betrug nur 5000 Stück. 

Ghostwriter war Wolfgang Koeppen. Er hat die Vorlage von Jakob Littner, einem jüdischer Briefmarkenhändler aus München, in einen Roman verwandelt. Littner wanderte nach dem Zweiten Weltkrieg in die USA aus und wird 1948 als Autor genannt. Ihm gelang die Flucht aus dem Ghetto Sbarasch (heute Ukraine).

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Er überlebte gegen Bezahlung im Keller einer Villa. Deren Besitzer werde von Littner und Koeppen als „aristokratische Erscheinung“ beschrieben, erläutert Philip Koch, wissenschaftliche Hilfskraft des Koeppenarchivs. „Das Buch weist Besonderheiten auf, die den Wert erhöhen“, sagt er. So die handschriftliche Widmung aus dem Jahre 1949 für den Großvater von Peter Keller, H. Rühe.



Hase, Petra

05.10.2015
05.10.2015