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Kultur „Eine schöne Sommerparty“
Nachrichten Kultur „Eine schöne Sommerparty“
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09:08 20.07.2015
Die Unternehmer Guntram Steinke und Marcel Glöden (v.l.) veranstalten die Sundkonzerte in Stralsund. Termin ist der 1. August.
Die Unternehmer Guntram Steinke und Marcel Glöden (v.l.) veranstalten die Sundkonzerte in Stralsund. Termin ist der 1. August. Quelle: Christian Rödel
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Stralsund

Ostsee-Zeitung: Was erwartet die Menschen beim diesjährigen Sundkonzert am 1. August? Welche Bands treten auf?

Marcel Glöden: In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal einen bunten Mix: die Saragossa Band, Pussycat, Chris Andrews, Middle of the Road, Ottawan und The Lords. Unser Grundgedanke ist, an einem Abend Musik aus den 60er, 70er und 80er Jahren zu präsentieren. Alle diese Künstler haben so viele Hits, dass sie zu tun haben werden, bei ihrem Auftritt alle singen zu können, so dass uns tatsächlich fünf Stunden Hits am Stück erwarten.

OZ: Klingt nach einem klassischen Oldie-Mix wie man ihn aus dem Radio kennt. Worin unterscheiden sich die Bands?

Glöden: The Lords stehen für Rock, während die Saragossa Band eher in den Partybereich gehört. Pussycat und Middle of the Road stehen dagegen für den englischen Schlager, wenn man den nicht zu eng abgrenzt. Chris Andrews ist der richtige Oldie unter den Interpreten. Denken Sie an seine Hits wie Yesterday Man oder Pretty Belinda. Und mit Ottawan gehen wir in die 80er Jahre. Jede dieser Bands hat Hits, die jeder kennt, und die schon oft gecovert worden sind.

OZ: Wie lange soll der Abend dauern?

Glöden: Jede Band ist etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde auf dem Platz. Um 18 Uhr geht’s los. Alle sechs Bands bis zum Feuerwerk um 23 Uhr abzufrühstücken – das wird eine knackige Nummer. Also fünf Stunden Programm.

OZ: Warum gibt es in diesem Jahr den Mix und nicht wie 2014 mit Matthias Reim nur einen Interpreten?

Glöden: Das ist eine Idee, die wir bei anderen Kultshows in Deutschland abgekupfert haben. Es soll in diesem Jahr einfach ein Partyabend mit mehreren Livebands werden. Wir wollen mit den Menschen eine richtig schöne Sommerparty feiern.

OZ: Wie läuft der Kartenvorverkauf? Ist Begeisterung spürbar?

Glöden: Das Feedback ist super. Wir bekommen viele Anfragen per Mail oder über unsere Facebook-Seite. Und wir haben sogar Karten in Berlin, Hamburg, Leipzig und Dresden verkauft. Also es läuft ganz gut.

OZ: Es gibt ja nicht nur die Sundkonzerte, sondern jeden Sommer auch die Boddenklänge in Greifswald und die Peene-Konzerte in Wolgast, die Sie ebenfalls veranstalten. Also jeden Sommer jeweils ein Event in jeder dieser drei Städte.

Glöden: Richtig, wir wollen die drei Städte rund um unsere Gewässer hier in Vorpommern einmal im Jahr mit einem Konzert bespielen. Zugleich sind Stralsund und Wolgast natürlich die Tore zu den Inseln Rügen und Usedom, was für solche Veranstaltungen einen zusätzlichen Reiz bietet. Ich glaube, dass wir an dieser Stelle ein Defizit hier in der Region haben. Konzerte in dieser Größenordnung gab es bisher nicht. Und warum sollten die hier in Vorpommern nicht das gleiche Niveau haben wie in Rostock, Hamburg oder Berlin.

OZ: Große Ziele...

Glöden: Ja, aber wir organisieren unsere Konzerte mit genau dem gleichen Aufwand. Mit einem Feuerwerk, einer großen LED-Leinwand und sehr aufwändigen Bühnentechnik. Selbst im Sanitärbereich gibt’s keine Kompromisse. Aufs Dixi-Klo muss bei uns niemand, sondern es gibt anständige Toiletten-Container.

OZ: Im vergangenen Jahr waren 1500 Menschen beim ersten Sundkonzert. Zufrieden?

Glöden: Natürlich ist das noch ausbaufähig. Wir haben entsprechende Erfahrungen in Wolgast und Greifswald gesammelt. Die Konzertprojekte dort sind ein Jahr älter als die Sundkonzerte, deren zweite Auflage nun ansteht. Aber spätestens im nächsten Jahr rechnen wir auch in Stralsund mit deutlich mehr als 2000 Gästen.

OZ: Ist die Mahnkesche Wiese in Stralsund die perfekte Location oder wäre ein Konzertevent auf der Hafeninsel nicht auch denkbar?

Glöden: Die Mahnkesche Wiese hat große Vorteile, vor allem was die Logistik betrifft. Besonders die Anfahrt ist einfach. Mit unseren Sattelzügen können wir dort leichter agieren als auf dem Hafengelände. Die Kulisse mit dem Blick auf Sund und Rügendamm ist an sich auch schön. Aber ich könnte mir irgendwann durchaus andere Veranstaltungsorte in Stralsund vorstellen.



Benjamin Fischer

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